Remmel: Keine Chancen auf Förderung von Groß-Speichern

Bleibatterieblock von IBC Solar. Foto: IBC Solar
Kaum Aussicht auf Förderung bis 2017: große-Stromspeicher. Foto: IBC Solar

NRW-Umweltminister Johannes Remmel sieht keine Chance, dass es mit der der­zei­tigen Großen Koalition noch in deren Legislaturperiode zu einer Förderung von großen Energiespeichern für die Energiewende kommt. Das sagte er heute zur Eröffnungs-Pressekonferenz bei der E-World in Essen. Dabei seien seiner Meinung nach die Chancen der­zeit so gut wie nie. Insbesondere das güns­tige Zinsniveau würden eine fonds­fi­nan­zierte Förderung sinn­voll machen.

BDEW-Präsident Johannes Kempmann pflich­tete ihm bei und signa­li­sierte Gesprächsbereitschaft sei­tens der Industrie. Allerdings hat er eben­falls wenig Hoffnung auf eine kurz­fris­tige Realisierung. Kempmann betonte, das Ziel der Regierung, Speicher erst zu för­dern, wenn 60 % Erneuerbare Energien im Netze sind, sei schon jetzt obsolet. Schließlich komme er aus Sachsen-Anhalt, wo schon heute 80 % des Stroms durch Erneuerbare ent­stehen.

Seitens der Speicherhändler wird dies ähn­lich gesehen. Lichtblick will im Frühjahr mit der von Tesla pro­du­zierten Power Wall auf dem deut­schen Markt starten (ein Beitrag dazu findet sich hier bei meinen Energiebloggger-Kollegen von Energyload). Eine Förderung gerade im Bereich der Einfamilienhäuser sieht Ralph Kampwirth, Pressesprecher der Ökostrom-Pioniere, durchaus sinn­voll. Allein diese hätten mehr Potenzial als alle Pumpspeicherwerke zusammen.