2. Runde PV-Gebote: Bleibt alles anders

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Bei der zweiten Runde der PV-Gebote gab es kaum Über­ra­schun­gen. Die heute ver­öf­fent­lich­ten Zahlen, die auf einer Anfrage der Grünen gründet, zeugen einmal mehr davon, dass Platz­hir­sche, sprich sich gewerbs­mä­ßig um Photovoltaik-Analgen küm­mernde Wirt­schafts­un­ter­neh­men das Rennen machen.

Die Bun­des­re­gie­rung geht bei den ein­ge­gan­ge­nen 136 Geboten mit ins­ge­samt 558.400 kW zu instal­lie­ren­der Nenn-Leistung von 2 Genos­sen­schaf­ten, 4 natür­li­chen und 2 anderen Per­so­nen aus. Der über­große Rest also sind GmbH, AG und Co. zuzu­ord­nen. Es wurden 33 Gebote mit ins­ge­samt 159.735 kW vor­läu­fig bezu­schlagt.

Damit ver­stärkt sich die Befürch­tung, dass die Viel­falt der Akteure, die von der Bun­des­re­gie­rung angeb­lich gewollt, ist, durch das Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren ad absur­dum geführt wird. Das zeigt sich auch an den Mehr­fach­ge­bo­ten. 15 Bieter haben für ins­ge­samt 171.000 kW Leis­tung Mehr­ge­bote abge­ge­ben, nur für 10.000 kW davon waren es natür­li­che Per­so­nen. Genos­sen­schaf­ten gingen das erst gar nicht an. Fünf Bieter haben letzt­lich Zuschläge für mehrere Gebote erhal­ten. Die Gebots­menge beträgt dafür ins­ge­samt 52.794 kW.

Auch bei der Anla­gen­größe geben die Wirt­schafts­un­ter­neh­men den Ton an. Bei Anla­gen­grö­ßen von mehr als 10.000 kW, sind Genos­sen­schaf­ten gar nicht mehr zu ver­zeich­nen, ebenso andere juris­ti­sche Per­so­nen nicht. Hier domi­nie­ren die GmbHs in ihren ver­schie­de­nen Aus­for­mun­gen.

Addiert man Zuschlags­men­gen der Bieter, aus deren Angaben zu den Anteils­eig­nern oder Bevoll­mäch­tig­ten her­vor­geht, dass sie mit­tel­bar ver­bun­den sind und mehr als einen Zuschlag erhal­ten haben, erhält man eine Gesamt­zu­schlags­menge von 116. 446 kW,

so die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Antwort. Oder: Fast drei Viertel der gesam­ten bezu­schlag­ten Leis­tung geht defi­ni­tiv an Wirt­schafts­un­ter­neh­men.

Zwar hat sich gegen­über der 1. Aus­schrei­bung die Form geän­dert, nicht jedoch die Ergeb­nisse. Bleibt also alles anders.

Der nied­rigste Gebots­wert betrug in der 2. Runde der PV-Auschreibungen übri­gens 1 ct/kWh, der höchste 10,98 ct/kWh.

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