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Forex­handel auch mit Öl und Gas

von | 20. Dezember 2016

Mit einem täglichen Volumen von vier Billionen US-​Dollar ist der Devi­sen­markt der größte Finanz­markt überhaupt. Aufgrund der geringen Rendite für fest­ver­zins­liche Anlagen inter­es­sieren sich auch immer mehr Privat­an­leger für den Forex Handel. 

Was viele nicht wissen, neben Währungen lassen sich dabei auch Ener­gie­werte wie Öl oder Gas handeln. Da es sich beim Forex Trading um Hebel­ge­schäfte handelt, ist der Einstieg bereits mit kleineren Beträgen möglich. Los geht es dabei immer mit der Suche nach dem richtigen Forex Broker. Aufgrund der gestie­genen Nachfrage hat sich die Zahl der Anbieter in den letzten Jahren deutlich erhöht.

Welche Rohstoffe Online handelbar?

Die Auswahl der handel­baren Rohstoffe hängt immer vom gewählten Forex Broker ab. Zum Standard gehören dabei die Edel­me­talle Gold und Silber. Für den Forex Handel sind vor allem Rohstoffe mit einer volatilen Kurs­ent­wicklung inter­essant. Deshalb bieten sich auch Ener­gie­werte wie Öl oder Gas für das Trading an.

Der große Vorteil beim Forex Handel ist, dass Trader sowohl auf steigende wie auch fallende Kurse setzen können. Wer bereits Erfahrung mit dem Devi­sen­handel hat, dürfte beim Umstieg auf Rohstoffe keine Probleme haben. Vom Prinzip funk­tio­niert der Handel identisch, auch wenn der maximale Hebel bei Rohstoffen geringer ist. Bei den meisten Forex Broker ist dieser auf 1:50 begrenzt.

Welche Gebühren fallen an?

Im Vergleich zu anderen Geld­an­lagen fallen beim Forex Handel nur geringe Kosten an. Beim Akti­en­handel muss beispiels­weise mit einer Order­pro­vision zwischen 0,1 und 0,6 Prozent gerechnet werden. So können bei einem Volumen von 10.000 Euro schnell Gebühren von 50 Euro oder mehr entstehen. Beim Forex Handel wird dagegen auf eine Provision bzw. Kommission verzichtet.

Im Gegenzug berechnet der einen soge­nannten Spread, welcher in Pips angegeben wird. Es handelt sich dabei um die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs. Entscheidend ist immer die letzte Dezi­mal­stelle hinter dem Komma. Bei einem Ankaufskurs von 1,4001 und einem Verkaufskurs von 1,4002 fällt beispiels­weise ein Spread von 1 Pips an.

Rohstoffe mit Hebel handeln

Zu den wich­tigsten Faktoren beim Forex Handel mit Rohstoffen wie Öl und Gas gehört der Hebel­effekt. Beim Akti­enkauf muss der Anleger den gesamten Kaufpreis aufbringen. Dies ist beim Forex Trading durch den Einsatz eines Hebels anders. Wird beispiels­weise ein Hebel von 1:50 angeboten, kann mit einer Inves­tition von 100 Euro ein Handels­vo­lumen von 5.000 Euro bewegt werden. Entwi­ckelt sich der Kurs nicht wie gewünscht ist der mögliche Verlust auf die Höhe der Einlage begrenzt. Bei einem erfolg­reichen Trade lockt dagegen die 50-​fache Rendite.

Den richtigen Broker finden

Bevor es mit dem Handel losgehen kann muss zunächst der passende Forex Broker gefunden werden. Einsteiger sollten aufgrund des großen Angebots nicht erschrecken und einen gezielten Online Vergleich durch­führen. Zu den wich­tigsten Kriterien gehört dabei die Frage nach der Regu­lierung. Empfeh­lenswert sind Broker, die innerhalb der EU beispiels­weise in Groß­bri­tannien oder Zypern reguliert werden. Dadurch sind gewisse Sicher­heits­aspekte garan­tiert. Zudem ist natürlich ein möglichst großes Handels­an­gebot von Bedeutung.

Wer Rohstoffe traden möchte, sollte diesem Punkt besondere Aufmerk­samkeit widmen. Weitere Kriterien sind die Kosten sowie der ange­botene Kunden­service. Besonders bei Einsteigern stellt sich zu Beginn die eine oder andere Frage. Da ist es praktisch, wenn der Support rund um die Uhr per Telefon oder Live Chat erreichbar ist.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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