Tiefensee (2. v.l.), Mücke (3.v.l.) und Hermenau (5.v.l.) bei der Diskussion zum Energieforum. Foto: Urbansky

Ener­ge­tische Sanierung: Politik einig über Technologiefreiheit

von | 1. Mai 2013

So viel Einigkeit war selten. Beim gestern zu Ende gegan­genen 2. Ostdeut­schen Ener­gie­forum herrschte bei einem Thema quer durch alle Parteien Gleich­klang: Bei der Förderung einer ener­ge­ti­schen Sanierung soll Tech­no­lo­gie­freiheit herrschen.

Für die FDP bekundete dies Bundes­wirt­schafts­mi­nister und Vize­kanzler Philipp Rösler, für die CDU Bundes­um­welt­mi­nister Peter Altmaier, für die SPD der ehemalige Baumi­nister und jetzige Bundes­tags­ab­ge­ordnete Wolfgang Tiefensee und für die Grünen, man mag es kaum glauben, Antje Hermenau, immerhin Frak­ti­ons­chefin ihrer Partei im Säch­si­schen Landtag und ausge­wiesene Umweltexpertin.

Damit sind auch deren Ideen vom Tisch, die Förderung an eine Tech­no­logie oder einen meist erneu­er­baren Brenn­stoff zu koppeln. Vom Bundes­bau­mi­nis­terium wird zudem die Heizungs­sa­nierung als effek­tivste Methode der Ener­gie­ein­sparung propa­giert. Der Staats­se­kretär im Verkehrs­mi­nis­terium Jan Mücke, sprach davon, dass mit einer sanierten Heizung nach derzei­tigem Standard schon jetzt die Erfor­der­nisse der gerade über­ar­bei­teten Ener­gie­ein­spar­ver­ordnung (EnEV) für das Jahr 2016 erfüllt würden. „Es wird niemand gezwungen zu sanieren oder eine unwirt­schaft­liche Sanierung vorzu­nehmen“ versprach Mücke zudem. Der Artikel 14 des Grund­ge­setzes garan­tiere dies.

Geschrieben für brenn​stoff​spiegel​.de

Der komplette Origi­nal­beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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