Sieht sein Unternehmen immer noch in der Konsolidierungsphase: Vattenfall-Chef Tuomo Hatakka. Foto: Urbansky

Hatakka: Kohle bleibt Rückgrat der Stromerzeugung

von | 13. April 2013

Nach Ansicht von Vattenfall-​Chef Tuomo Hatakka bleibt die Braun­kohle das Rückgrat der deutschen Strom­ver­sorgung, obwohl er erneut bekräf­tigte, den Anteil seines Konzerns am Kraftwerk Lippendorf zu verkaufen. Auf dem heute in Leipzig zu Ende gegan­genen Ostdeut­schen Ener­gie­forum war er aber auch der Ansicht, dass der Ausbau der Erneu­er­baren Energien weiter­gehen müsse. Sein Konzern habe die Grund­lagen dafür schon im Jahr 2000 gelegt, also lange vor der deutschen Energiewende.

Hatakka beklagte jedoch, dass umwelt­freund­liche Spei­cher­tech­no­logien wie Wasser­kraft­werke in Deutschland kaum profi­tabel zu betreiben seine. Gleiches gelte für Gaskraft­werke. Die Kohle hingegen werde durch die CO2-​Abgaben belastet. Auf der anderen Seite gebe man den Ener­gie­er­zeugern aber nicht die Möglichkeit, mit Abschei­der­tech­no­logien wie dem CCS, bei der Vattenfall Vorreiter in Deutschland war, diese Belastung sowohl für den Konzern als auch für die Umwelt zu verhindern.

Geschrieben für brenn​stoff​spiegel​.de

Der komplette Origi­naltext ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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