Anbringen eines Sensors, der das Ankippen des Fensters registriert und daraufhin ein Signal zur Ausschaltung der Heizung sendet. Foto: innogy

Wie sicher ist das Smarte Heim in der Cloud?

von | 24. Januar 2018

Die German Angst macht auch vor dem Smart Home nicht halt. Liegen die Daten bei externen Anbietern in einer Cloud, ist man gleich besorgt, wie sicher es dort zugeht. Dabei können vor allem die Daten­er­zeuger und ‑nutzer selbst für Sicherheit sorgen.

Tatsächlich sollte man das Sicher­heits­risiko der Cloud­spei­cherung nicht herun­terrreden. Erst im März warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Infor­ma­ti­ons­tech­no­logie (BSI) vor der Anfäl­ligkeit von 20.000 Clouds, die auf veral­teten Versionen der Software ownCloud basieren. Dennoch: Auch eine Cloud kann sehr sicher sein. Und das nicht nur dank einer Top-​Software, sondern vor allem dank des Verhaltens von Erzeugern und Benutzern der Daten selbst – also den Bewohnern eines Smart Home.

Der Nutzen von Smart Home ist unbe­stritten. Nachdem jahrelang kabel­ba­sierte Systeme wie KNX den Markt beherrschten, setzten sich mit dem Aufkommen der Smart­phones auch inter­net­ba­sierte Varianten durch. Zwar ist es bei denen auch möglich, die Daten auf einen lokalen Server zu speichern. Das würde jedoch eine Nutzung per App von unterwegs unmöglich machen. Dafür müssen die Daten zentral an einem über das Internet zugäng­lichen Ort gelagert sein – eben in einer Cloud.

Zwei Clouds

Darin liegt auch eines der Verständ­nis­pro­bleme zum Thema Cloud: IT-​Experten verstehen unter einer Cloud die Ausla­gerung von Daten auf einen Server, der von einem Dritten betreiben wird. Endkunden hingegen verstehen darunter die Inter­net­fä­higkeit der eigenen Daten. In diesem Artikel beziehen wir uns vor allem auf letzteres. Die Voraus­setzung dafür ist jedoch die Ausla­gerung der Daten. …


Gekürzt. Geschrieben für Die Wohnungs­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 01/​2018. Zum Abon­nement der Zeit­schrift Die Wohnungs­wirt­schaft geht es hier.

Mit der Steuerung einer Hybrid­heizung befasst sich auch Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Interview mit Dr. Katja Nowak, Leitung Klimaneutralität und Energiewende der Stadtwerke Halle, zur kommunalen Wärmeplanung und zum Fernwärmeausbau in Halle (Saale). Welche Stadtgebiete in Halle sind nach aktuellem Stand der Wärmeplanung künftig verbindlich...

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Kommunale Wärmepläne sind im besten Fall ein verbindlicher, datenbasierter Orientierungsrahmen für den Umbau der Wärmeversorgung. Verbindlich sind sie allerdings nur dort, wo Gebiete für eine künftige Fernwärmeversorgung ausgewiesen werden. Doch selbst das ist...

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bleibt deutlich hinter den politischen Erwartungen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof. Die Prüfer sehen zentrale energie- und industriepolitische Ziele gefährdet: Planung, Priorisierung und Umsetzung der...

Wärme­wende wirt­schaftlich gestalten in Mehrfamilienhäusern

Wärme­wende wirt­schaftlich gestalten in Mehrfamilienhäusern

Die Wärmewende im Bestand läuft am Ende immer auf dieselbe Frage hinaus: Was senkt CO₂-Emissionen und Nebenkosten – und was verlagert lediglich Risiken, etwa vom Gaspreis zum Strompreis oder hin zu intransparenten Fernwärme-Preisformeln? Realistisch betrachtet bleiben...