Verschiedene Immobilienkomponenten können über Funk miteinander verbunden und einheitlich visualisiert werden. Foto: Schneider

Smart Building: Alles kann so einfach sein

von | 11. Juni 2020

Smart Buildings versprechen eine Verein­fa­chung der Immo­bi­li­en­ver­waltung und eine höhere Ener­gie­ef­fi­zienz. Für nahezu jede bauliche Kompo­nente gibt es eine smarte Variante oder Nach­rüst­mög­lich­keiten. Zwar setzen viele Hersteller auf eigene Standards. Funk­ba­sierte Lösungen jedoch ermög­lichen ein Zusam­men­schalten und gemein­sames Steuern aller Komponenten.

Smart Buildings ermög­lichen neue Geschäfts­mo­delle. Doch bekannt ist das kaum. Bei der Erstellung einer Roadmap für die Ener­gie­wende, die vom Bundes­wirt­schafts­mi­nis­terium und vom Bundesamt für Sicherheit in der Infor­ma­ti­ons­technik (BSI) initiiert wurde, gaben lediglich 33 % der Befragten aus dem Gewer­be­be­reich an, über Smart-​Building-​Services Bescheid zu wissen. Und nur 24 % der Befragten war die Vermarktung indus­tri­eller oder gewerb­licher Flexi­bi­lität ein Begriff. Dabei ist gerade dieses mögliche Geschäftsfeld sehr zukunfts­trächtig für die Immo­bi­li­en­wirt­schaft, denkt man etwa an Umnut­zungen durch neue Mieter oder ähnliches. …

Inwieweit der Rollout von intel­li­genten Mess­sys­temen (iMSys) zur Verbreitung von Smart-​Home- und Smart-​Building-​Anwendungen beitragen könne, so die Autoren der Roadmap, müsse ebenfalls zunächst offen­bleiben (siehe auch Immo­bi­li­en­wirt­schaft, 4/​2020, Seite 62 ff, Einstieg in die digitale Immo­bi­li­en­steuerung?) Sowohl für den Smart-​Home-​Bereich als auch für die Wohnungs­wirt­schaft seien bereits proprietäre Tech­no­logien für zahl­reiche Anwen­dungs­fälle verfügbar, die zu vergleichs­weise geringen Kosten bereit­ge­stellt werden könnten. Dem stünde aller­dings noch ein zu geringes Kunden­in­teresse im Weg.

Smart Buildings haben es aufgrund des finan­zi­ellen Prag­ma­tismus der Bauherren schwer.

Dieses mangelnde Kunden­in­teresse hat auch ein Pendant auf der Bauher­ren­seite. Hier herrsch kaum Interesse, Gebäude über des normativ und rechtlich nötige Maß hinaus mit Gebäu­de­au­to­mation, der Voraus­setzung für ein smartes Gebäude, auszu­statten – sehr zum Verdruss der späteren Betreiber, denen etwa auch die möglichen Effi­zi­enz­vor­teile flöten gehen. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 6/​2020. Gratis testen unter https://​www​.haufe​-immo​bi​li​en​wirt​schaft​.de/

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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