Grundlage der Versorgungssicherheit: LPG-Tankwagen, die sowohl den Bezug als auch den Handel sicherstellen. Foto: Hoyer

Warum ist Flüs­siggas derzeit so günstig?

von | 15. Juni 2020

Auto­gas­fahrer froh­locken derzeit doppelt: Während die Preise für Benzin stabil bis steigend sind, sind die für die günstige Kraft­stoff­al­ter­native stabil bis sinkend. Selbst im Osten Deutsch­lands, sonst eher ein Autogas-​Hochpreis-​Land, kostet der Liter mitunter nur um die 50 Cent. 

Würde man die Ener­gie­dichte von Benzin mit einrechnen käme man auf einen vergleich­baren Liter­preis von 60 Cent. Benzin kostet derzeit deutlich mehr als das Doppelte. Auch Flüs­sig­gas­heizer können sich freuen. Doch warum ist das so?

Jahres­zeitlich ist das nicht zu begründen, auch wenn man den leichten Preis­an­stieg etwa im Dezember 2019 und im Januar 2020 gut auf die Heiz­saison hätte schieben können. …

Tatsächlich könnte das mit der Entkopplung der Märkte für Flüs­siggas und Mineralöl zusam­men­hängen. In Deutschland war dies bedingt durch den hohen Anteil von Raffi­ne­riegas am gesamten Flüs­sig­gas­markt, der bis zu zwei Drittel betragen konnte und immer noch teilweise beträgt. Doch Flüs­siggas wird zunehmend aus den USA impor­tiert. Und dort entsteht es vorrangig als Begleitgas bei der Erdgas­pro­duktion mittels Frackings.


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 06/​2020 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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