Wird die Abwärme eines Rechenzentrums auch für Wohnungen nutzen: Das neue Quartier "Westville" in Frankfurt am Main. Foto: Mainova

Rechner heizen Wohnungen – simple Idee mit Hürden

von | 22. September 2021

Rechen­zentren produ­zieren nicht nur Daten, sondern auch jede Menge Wärme. Und die muss weg, denn warme Rechner rechnen schlecht. Ein Start-​up aus Dresden und große Ener­gie­dienst­leister wollen die Abwärme sinnvoll nutzen – auch für Wohngebiete.

Die Abwär­me­nutzung aus Rechen­zentren könnte ein Markt mit Zukunft sein. Das Berliner Borderstep-​Institut hat heraus­ge­funden, dass die Hälfte der mehr als 50.000 Betreiber von Rechen­zentren davon ausgeht, auf diesem Wege Energie sparen zu können. Ein knappes Drittel versucht das schon.

Abwärme als erneu­erbare Energie anerkannt

Alle deutschen Rechen­zentren zusammen produ­zieren pro Jahr 13 Milli­arden Kilo­watt­stunden (kWh) Abwärme. Oder, um eine volks­wirt­schaft­liche Größe zu bemühen: 13 Tera­watt­stunden (TWh). Die Haushalte hier­zu­lande verwenden derzeit ungefähr 94 TWh erneu­erbare Energien – meist Biomasse – zur Wärme­er­zeugung. Das sind zirka 14 Prozent des gesamten Ener­gie­ver­brauchs. Würde man die Abwärme aus den Rechen­zentren komplett einsetzen, könnte man den Anteil schlag­artig auf 16 Prozent erhöhen. Das wäre zumindest ein kleiner Schritt in Richtung Klima­neu­tra­lität. Denn Abwärme wird voll als erneu­erbare Energie anerkannt. …


Gekürzt. Geschrieben für das Immo­bi­li­en­portal von Haufe. Der voll­ständige Text ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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