Foto: Wirtschaftsverlag Roland Riethmüller

ConTech-​Startups digi­ta­li­sieren die Bauwirtschaft

von | 1. Juni 2022

Weil sich die Bauwirt­schaft immer noch mit der Digi­ta­li­sierung schwer tut, bedarf es der Inno­va­ti­ons­kraft von außen um den wirt­schaft­lichen Erfolg lang­fristig zu sichern. Diese ConstructionTech- oder kurz ConTech-​Startups helfen den Betrieben der Bauwirt­schaft, Prozesse neu zu denken und Effi­zi­enz­ge­winne zu reali­sieren. Auf der Startup-​Messe TECH IN CONSTRUCTION werden dazu die Lösungen der Fach­öf­fent­lichkeit präsentiert.

Der einzig positive Aspekt der Corona-​Krise bestand darin, dass die Digi­ta­li­sierung einen Sprung gemacht hat. Denn Not macht bekann­ter­maßen erfin­de­risch. Und so haben Home-​Office und Lock-​Down oftmals dazu geführt, dass immer mehr Geschäfte zunehmend online tätig wurden. Aller­dings haben nicht alle Branchen glei­cher­maßen von diesem Digi­ta­li­sie­rungs­schub profi­tiert. Durch die System­re­levanz waren beispiels­weise Bauun­ter­nehmen und Hand­werks­be­triebe von den Einschrän­kungen befreit und konnten weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen. Dadurch ist aller­dings auch der erhoffte Anstieg des Digi­ta­li­sie­rungs­grads in der Bauwirt­schaft leider ausge­blieben. Noch immer gehört die Bauwirt­schaft damit zu den Branchen mit dem geringsten Digitalisierungsgrad.

Rahmen­be­din­gungen zwingen die Bauwirt­schaft zur Effizienzsteigerung

Trotzdem tut sich langsam etwas. Der anhal­tende Fach­kräf­te­mangel und die durch Corona bedingte und durch den Ukraine-​Krieg verstärkte Rohstoff- und Bauma­te­ri­al­knappheit zwingt die Branche doch langsam zum Umdenken. Die Effi­zi­enz­stei­gerung ist unum­gänglich und letztlich für die Bauwirt­schaft die einzige Chance, diese Heraus­for­de­rungen zu meistern. Doch das geringe IT-​Knowhow auf der einen und die Fokus­sierung auf die eigent­liche Bautä­tigkeit auf der anderen Seite hemmen vielfach den Weg in die digitale Trans­for­mation. Und so muss die Inno­vation von außen kommen und den Betrieben die notwendige Effi­zi­enz­stei­gerung bieten.

Die Lösung sind junge Startups, die oftmals mit einem völlig anderen Blick etablierte Prozesse in Frage stellen und unkon­ven­tio­nelle Ideen ins Unter­nehmen bringen. Durch die Fokus­sierung auf die Baubranche werden diese Unter­nehmen ConstructionTech-​Startups oder kurz ConTech-​Startups genannt.

Startups bieten Inno­vation und sichern den Fortschritt

Genau diese Unter­nehmen treffen sich nunmehr zum dritten Mal auf der Startup-​Messe TECH IN CONSTRUCTION in Berlin. Rund 120 ConTech-​Startups werden ihre Inno­va­tionen und Lösungen den Planern und Bauaus­füh­renden präsen­tieren. Unter der Schirm­herr­schaft vom Bundes­verband Digitales Bauwesen (BDBau) mit dem Haupt­verband der Deutschen Bauin­dustrie, dem Zentral­verband des Deutschen Bauge­werbes und der Archi­tek­ten­kammer (angefragt) sowie zahl­reichen anderen renom­mierten Bran­chen­ver­bänden können sich Archi­tekten, Bauin­ge­nieure, Fach­planer, Hand­werker und Bauun­ter­nehmer über die für sie passenden Lösungen informieren.

Für zwei Tage stehen die ConTech-​Startups am 16. und 17. Juni dafür im Rampen­licht, um ihre Produkte und Dienst­leis­tungen zu demonstrieren.

TECH IN CONSTRUCTION

Startup-​Mess für Inno­va­tionen in der Baubranche

Ziel­gruppe: Archi­tekten, Bauin­ge­nieure, Handwerker,

Bauun­ter­nehmer und alle anderen am Bau Beteiligten

Berlin, 16. – 17. Juni 2022

https://​www​.tech​-in​-construction​.de

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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