Gasgetriebene BHKW sind einer der Backups für Hochtemperatur-Wärmenetze. Auch Sie brauchen in Zukunft einen klimaneutralen Brennstoff. Foto: Frank Urbansky

Grüne Fern­wär­me­netze = teure Wärmenetze?

von | 3. November 2025

Bis 2045 sind alle Wärme­netze klima­neutral zu betreiben. Doch der Weg dorthin ist steinig. Vor allem die Umstellung der in Deutschland weit verbrei­teten hoch­tem­pe­ra­tu­rigen Netze mit Vorlauf­tem­pe­ra­turen jenseits von 100 °C wird nicht leicht: Rege­ne­rative Wärme­quellen auf diesem Tempe­ra­tur­niveau sind rar – und teuer. Die Trans­for­mation erfordert daher nicht nur neue Tech­no­logien, sondern auch eine Anpassung der Systemarchitektur.

Histo­risch sind Fern­wär­me­netze in Deutschland dort entstanden, wo hohe Wärme­lasten und große Anschluss­dichten vorlagen – etwa in Plat­ten­bau­ge­bieten oder inner­städ­ti­schen Altbau­quar­tieren. Mit Vorlauf­tem­pe­ra­turen bis 120 °C sind sie auf nicht sanierte Gebäude ausgelegt. Mit zuneh­mender ener­ge­ti­scher Sanierung sinkt jedoch der Wärme­bedarf, was die Wirt­schaft­lichkeit der Netze gefährdet.

Die Vorteile klas­si­scher Hoch­tem­pe­ra­tur­netze – zentrale Erzeugung, keine Wartung beim Kunden, Nutzung günstiger Brenn­stoffe – werden zunehmend durch die Nachteile über­lagert: große Inves­ti­tionen, Netz­ver­luste und eine poten­ziell sinkende Auslastung, die sich aus einer fehlenden Nach­ver­dichtung ergäbe. …


Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 4/​2025. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­denen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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