Regierung: Steuern sparen meiste Energie

Die Verteilnetze benötigen die meisten Investitionen beim Ausbau des Stromnetzes für die Energiewende zu. GeorgHH / Wikimedia / Lizenz unter CC BY-SA 3.0
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Nach Ansicht der Bundesregierung wer­den durch Energie- und Stromsteuer jähr­lich 511 Petajoule Energie ein­ge­spart. Die Energieeinsparungsverordnung bringt 283,5 Petajoule und KfW-Förderprogramme zum ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Bauen und Sanieren 228 Petajoule.

Dies teilte das Kabinett auf Anfrage der Grünen mit. Alle Maßnahmen, die im Rahmen der Energieeffizienzrichtlinie (EED) auch der EU gemel­det wur­den, deck­ten über 90 Prozent des gemel­de­ten Einsparziels ab.

Hier die Daten im Einzelnen:

energiesparen

 

 

Die Grünen woll­ten nun noch wis­sen, wie es zu einer Abweichung der Regierungsdaten auf Grundlage der AGEB und der Berechnungen von Eurostat, also der euro­päi­schen sta­tis­ti­schen Behörde, kom­men konnte. Die Bundesregierung hat zur Bestimmung des 1,5-Prozent-Einsparziels zunächst den durch­schnitt­li­chen jähr­li­chen Endenergieverbrauch der Jahre 2010 bis 2012 abzüg­lich des durch­schnitt­li­chen jähr­li­chen Endenergieverbrauchs des Verkehrssektors mit Hilfe der AGEB ermit­telt (6475 PJ).

Diese umfass­ten jedoch auch Energiemengen in Höhe von ins­ge­samt 893 PJ, die nicht von Energieunternehmen an Endverbraucher abge­setzt bzw. die vor Ort umge­wan­delt wur­den, son­dern meist zum Eigenverbrauch bestimmt waren und somit bei der Bestimmung des 1,5-Prozent-Einsparziels außer Betracht blei­ben kön­nen. Diese Energiemengen in Höhe von ins­ge­samt 893 PJ teilte sich wie folgt auf:

  • Erneuerbare Energien: 234 PJ
  • Sekundärbrennstoffe: 32 PJ
  • Kohlegase: 102 PJ
  • Brennstoffeinsatz zur indus­tri­el­len Wärmeerzeugung: 448 PJ
  • Eigenstromerzeugung Industrie: 74 PJ
  • Deputat-Kohle: 3 PJ
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Eurostat hin­ge­gen erfasste dage­gen nicht die Eigenverbrauchsdaten.