Russische Gasleitung bei Vyborg. Foto: Gazprom

Abhän­gigkeit von russi­schem Erdgas steigt wieder

von | 8. Januar 2014

Die Abhän­gigkeit West­eu­ropas und Deutschland von russi­schem Erdgas ist im abge­lau­fenen Jahr wieder gestiegen. Nach Angaben von Gazprom, dem wich­tigsten Gaslie­fe­ranten für Deutschland, sind die Gaslie­fe­rungen nach Europa 2013 um 16 Prozent auf 161,5 Milli­arden Kubik­meter gestiegen. Der durch­schnitt­liche Liefer­preis habe dabei 380 US-​Dollar pro 1000 Kubik­meter Gas betragen, zitiert die russische Nach­rich­ten­agentur RIA Novosti, und war damit deutlich günstiger als in den Jahren zuvor.

Noch 2012 war der Gazprom-​Export um 7,5 Prozent auf 138,8 Milli­arden Kubik­meter einge­brochen. Der durch­schnitt­liche Liefer­preis belief sich damals noch auf 402 US-​Dollar pro 1000 Kubik­meter Gas. Die gesamten Gasaus­fuhren waren damals um acht Prozent auf 203,22 Milli­arden Kubik­meter geschrumpft. Dabei wird ein großer Teil des Gases längst nicht mehr mit auf der Ölpreis­bindung beru­henden Lang­frist­ver­trägen verkauft, sondern auch an den Spot-​und Termin­märkten für Erdgas, wie der Leipziger EEX.

Geschrieben für Bund der Ener­gie­ver­braucher. Origi­naltext hier.

Gas

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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