Wer so einen Ölbrenner noch im Keller rumstehen hat, wird wohl um einen Austausch nicht herumkommen. Foto: Urbansky Heizöl, Handwerk, Ölheizung, Heizungsbauer

Noch ein Label: Ofenampel für mehr Durchblick

von | 13. November 2015

Alte Heiz­kessel müssen raus – und zwar schon ab kommenden Jahr. 30 Jahre alte Schätzchen, die noch in so manchem Heizungs­keller schlummern, müssen dann still­gelegt und logi­scher­weise ausge­tauscht werden. 

Verant­wortlich für die Eintufung sind die Schorn­stein­feger. Die haben mit ihrem Verband ZIV und dem HKI-​Industrieverband Haus‑, Heiz- und Küchen­technik in Anlehnung an das bereits weithin bekannte Ener­gie­label eine Ofenampel zum Emis­si­ons­ver­halten von Einzel­raum­feu­er­stätten entwickelt. 

Die Ofenampel. Grafik: ZIV

Die Ofenampel. Grafik: ZIV

Durch farbliche Abstu­fungen von Grün bis Rot soll diese Kenn­zeichnung die bereits vor Ort durch­ge­führten Emis­si­ons­ein­stu­fungen der Einzel­raum­feu­er­stätten nach 1. BImSchV für den Verbraucher trans­pa­renter machen.

Zurzeit ist weniger als ein Viertel des Einzelraumfeuerstätten-​Bestandes in Deutschland emis­si­onsarm. Geplant ist nun, dass dem Betreiber im Rahmen der Feuer­stät­ten­schau von dem zustän­digen bevoll­mäch­tigten Bezirks­schorn­stein­feger eine Ofenampel über­reicht wird. Dabei spiegelt die Ofenampel prin­zi­piell nur den tech­ni­schen Stand der Feuer­stätte hinsichtlich ihrer Emis­sionen wider. Das Emis­si­ons­ver­halten der Anlagen ist darüber hinaus aber auch ganz wesentlich vom Betrei­ber­ver­halten abhängig.

Daher soll der Schorn­stein­feger seine Kunden beim Über­reichen der Ampel auch zum richtigen Heizen und damit zum emis­si­ons­armen Betrieb der Einzel­raum­feu­er­stätte beraten. Diese Beratung erstreckt sich auf die richtige Brenn­stoffwahl, die Brenn­stoff­la­gerung und ‑qualität wie Zustand, Größe oder Feuch­te­gehalt, sowie das richtige Auflegen von Holz, Anheizen und die richtige Bedienung. Mittel- bis lang­fristig sollen so umwelt­be­las­tende Einzel­raum­feu­er­stätten im Bestand durch emis­si­onsarme Feuer­stätten ersetzet werden. Deswegen wird auch noch einmal auf die erfolgte Austausch- und Nach­rüst­ver­pflichtung hingewiesen. 

Vorschaubild: Wer so was noch im Keller rumstehen hat, wird wohl um eine rotge­schaltete Ofen-​Ampel und den Austausch nicht herum­kommen. Foto: Urbansky

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo

Warm dank kalter Nahwärme

Niedertemperatur-​Wärmenetze sind eine Option für die Ener­gie­wende. Denn sie arbeiten mit sehr geringen Verlusten und passen gut in eine Förder­land­schaft, die das Dämmen von Häusern belohnt. Hier ergeben die hohen Vorlauf­tem­pe­ra­turen der klas­si­schen Fern­wär­me­netze keinen Sinn mehr. Ein erstes Niedertemperatur-​Wärmenetz in Deutschland wurde vor sechs Jahren instal­liert. Inzwi­schen folgten weitere.

mehr lesen