#COP21Paris: Wis­sen­schaft­ler kri­ti­sie­ren natio­nale Ziele

Teile des Kraftwerks Jänschwalde von Vattenfall verbleiben in der unsinnigen Kohlereserve: Foto J.-H. Janßen / Wikimedia / Lizenz unter CC BY-SA 3.0
Kraftwerk Jänschwalde von Vattenfall: Foto J.-H. Janßen / Wikimedia / Lizenz unter CC BY-SA 3.0

Paris wirft seine Schat­ten voraus und sehr viele Teil­neh­mer­staa­ten haben schon im Vorfeld natio­nale Klima-Ziele fest­ge­legt und zwar 147 Ver­trags­par­teien, also drei Viertel aller Teil­neh­mer. Der ins­ge­samt auf sie ent­fal­lende Anteil an den glo­ba­len Treib­haus­gas­emis­sio­nen im Jahr 2010 beläuft sich nach dem „SYNTHESEBERICHT ÜBER DIE GESAMTWIRKUNG DER AUF NATIONALER EBENE GEPLANTEN BEITRÄGE (INDCS)“ auf etwa 86 %. Doch was sind diese Bei­träge wert?

Die Wochen­zeit­schrift „Die Zeit“ hat für ihre morgige Ausgabe dazu einige Wis­sen­schaft­ler befragt. Der Tenor ist kri­tisch. Viele INDCs seien »so vage for­mu­liert, dass sie womög­lich auf Dauer keinen Bestand haben«, sagte Ottmar Eden­ho­fer, Chef­öko­nom des Potsdam-Instituts für Kli­ma­fol­gen­for­schung.

»Manche Natio­nen setzen viel Zah­len­kos­me­tik ein, andere halten ihre Ankün­di­gun­gen bewusst vage«, meint Niklas Höhne, Leiter des New­Cli­mate Insti­tute. Seiner Erkennt­nis nach seien die bisher ein­ge­reich­ten Bei­träge für das avi­sierte 2‑Grad-Ziel unge­nü­gend.

In die gleiche Kerbe haut Regine Günther, Lei­te­rin Energie- und Kli­ma­po­li­tik des WWF Deutsch­land. Große Treibhausgas-Verursacher wie Russ­land, Japan oder die USA ver­sprä­chen, bis 2030 ihre Emis­sio­nen um bis zu 30 Prozent zu senken. Oft jedoch schön­ten die Regie­run­gen ihre Zahlen mit­hilfe sta­tis­ti­scher Tricks, etwa mit der Bezugs­größe des Start­jah­res.

Erster Beitrag zur Kli­ma­kon­fe­renz in Paris #COP21Paris

Vor­schau­bild: Kraft­werk Jänsch­walde. Foto J.-H. Janßen / Wiki­me­dia / Lizenz unter CC BY-SA 3.0

#kli​ma​ret​ter​.info muss von #COP21 aus Paris berich­ten

Wir unter­stüt­zen die Kol­le­gen von kli​ma​ret​ter​.info (http://​www​.kli​ma​ret​ter​.info/), direkt von COP21 zu berich­ten. Nick Reimer, Chef­re­dak­teur von kli​ma​ret​ter​.info, hat über die Geschichte der Kli­ma­kon­fe­ren­zen ein Buch geschrie­ben, das viel Lob geern­tet hat. Nach der Theorie kommt nun die Praxis: Bei einem erfolg­rei­chen Crowd­fun­ding nimmt Nick Reimer seine Leser mit auf das Konferenz-Parkett. Mit seinem Team unab­hän­gi­ger Jour­na­lis­ten und Foto­gra­fen aus der Redak­tion kli​ma​ret​ter​.info berich­tet der Publi­zist direkt von den Ver­hand­lun­gen. Damit ist eine Redak­tion vor Ort, die in Sachen Kli­ma­di­plo­ma­tie über so viel Exper­tise verfügt, dass Lob­by­is­ten oder Polit-Vernebler keine Chance haben. Gebraucht werden 5.000 Euro. Zum Crowd­foun­ding geht es hier: https://​www​.start​next​.com/​k​l​i​m​a​r​e​t​t​erinfo

2 Kommentare

  1. Wir können also fest­hal­ten, dass die frei­wil­li­gen Selbst­ver­pflich­tun­gen offen­bar zu gering und zu unver­bind­lich sein werden. Damit haben wir an einem wich­ti­gen Kri­te­rium für ein erfolg­rei­ches Abkom­men gekratzt.

    • Ich denke das ebenso. Es ist ja bei den Poli­ti­kern wie meis­tens im Leben — diese rein frei­wil­li­gen Ver­pfli­chun­gen sind nie aus­rei­chend, mit­un­ter bedarf es etwas Druck, den wir ja mit unserer Aktion ein wenig erhöhen können.

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. Paris: Letzte Chance auf Klimarettung? #cop21paris #blogchallenge
  2. Weltklimagipfel: Ambitionierte Ziele müssen endlich umgesetzt werden | Sunny. Der SMA Corporate Blog

Kommentare sind geschlossen.