Hocheffizienzpumpe (links) und alte Heizungspumpe. Foto: Urbansky

Alte Heizungs­pumpen: Tausch wird gefördert

von | 1. September 2016

Seit dem 1. August dieses Jahres wird der Austausch alter Heizungs­pumpen gefördert. 30 Prozent für Pumpen­kosten und Hand­wer­k­erleistung zahlt der Staat für alle, die sich entschließen, die Strom­fresser aus ihrem Keller zu verbannen. 

Laufen nur bei Heizungsspitzen

Die Einspar­po­ten­ziale sind beträchtlich: Eine alte Heizungs­pumpe verbraucht bei rund 6000 Betriebs­stunden während der Heiz­pe­riode von Oktober bis April gut 600 kWh Strom. Selbst bei einem günstigen Strom­preis von 25 Eurocent je kWh sind das 150 Euro. Kühl­schrank (etwa 330 kWh) und Wasch­ma­schine (etwa 200 kWh), die anderen Strom­fresser im Haushalt, sind dagegen wahre Spar­meister. Eine hoch­ef­fi­ziente Heizungs­pumpe, die auch Voraus­setzung für die Förderung ist, braucht lediglich 100 kWh, verur­sacht also Kosten von 25 Euro im Jahr. Sie laufen nur dann mit vollem Einsatz, wenn dieser bei Heizungs­spitzen auch wirklich benötigt wird.

Die Ersparnis liegt also bei gut 125 Euro. Die muss man mit den Kauf- und Umrüst­kosten gegen­rechnen. Für einen Pumpen­tausch können diese bis 450 Euro betragen. Spätestens nach vier Jahren hätten sich die Kosten also komplett amor­ti­siert. Durch die Förderung, die nun bei diesem Beispiel 135 Euro beträgt, verkürzt sich dieser Zeitraum um mehr als ein Jahr. In 10 Jahren erzielt man eine Ersparnis von 1.250 Euro.

Beim BAFA gelistet

Heiz­öl­händler sollten ihre Kunden bei der Belie­ferung auf dieses Programm aufmerksam machen. Denn es können alle Pumpen gefördert ausge­tauscht werden, die vor 2006 eingebaut wurden. Hier hilft ein Blick auf das Typen­schild. Im Zwei­felsfall hilft eine Leis­tungs­messung. Meist ergibt diese bei älteren Pumpen sogar einen höheren Leis­tungs­bedarf als auf dem Typen­schild angegeben.

Gesetzlich ist deren Einsatz beim Neubau oder in Sanie­rungs­fällen mit Heizungs­tausch schon jetzt zwingend. Seit 2013 dürfen nach einer neuen EU-​Richtlinie nur noch Hocheffizienz-​Pumpen eingebaut werden, deren Energie-​Effizienz-​Index (EEI) maximal 0,27 betragen darf. Besonders sparsame Hoch­ef­fi­zi­enz­pumpen haben einen EEI kleiner oder gleich 0,20. …

Alle neuen Pumpen, die gefördert werden sollen, sind auf einer Liste beim Bndesamt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kon­trolle (BAFA) geführt. Nur Pumpen, die hier erschienen, sind auch förderfähig.


Geschrieben für Brenn­stoff­spiegel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 09/​2016 zu lesen. Zum kos­ten­freien Probeabo geht es hier. 

Energieblogger-​Kollege Kilian Rüfer beschäftigt sich hier auf seinem Blog Sustainment mit den Hemm­nissen der Ener­gie­wende im Heizungskeller.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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