E-Auto-Selbsthilfegruppe kooperiert mit Post-Tochter

StreetScooter im Praxistest. Foto: Schüren
StreetScooter im Praxistest. Foto: Schüren

Die von Roland Schüren gegrün­dete E-Transporter-Selbsthilfegruppe hat die ers­ten Vereinbarungen zum Bau der zwei Fahrgestell-Varianten des Bakery Vehicle 1 (BV1) mit der Streetscooter GmbH aus Aachen unter­zeich­net.

StreetScooter wird die BV1-Variante mit Normalrahmenfahrgestell und Niederflurfahrgestell bauen. Zusätzlich wird ein Komplettpaket für den Streetscooter Work L mit Bäckereikoffer auf Niederflurfahrgestell ent­wi­ckelt.

Die Verhandlungen mit den mög­li­chen Lieferanten der Kastenwagenversion lau­fen noch und Schüren ist guter Dinge, auch diese in den nächs­ten Wochen abschlie­ßen zu kön­nen. Man kann schon fast sagen, dass Streetscooter und die E-Transporter-Selbsthilfegruppe bei die­sem Vorhaben Brüder im Geiste sind.

Die Deutsche Post grün­dete StreetScooter im Jahr 2010, weil kein Automobilhersteller ein pas­sen­des Elektrofahrzeug bauen konnte. Aus dem glei­chen Grund rief Schüren Anfang 2017 die E-Transporter-Selbsthilfegruppe ins Leben: Viele Unternehmen, Handwerksbetriebe und Kommunen möch­ten kli­ma­freund­lich und emis­si­ons­frei Waren aus­lie­fern oder Kunden anfah­ren. Von allen bekann­ten Automobilherstellern gibt es jedoch kein Angebot oder nur ein ein­zi­ges sehr teu­res Produkt in der Fahrzeuggröße, die benö­tigt wird.

Daher freut sich Schüren umso mehr, dass nun StreetScooter den BV1 lie­fern wird. „Ich bin sehr posi­tiv über­rascht, wie leicht, sou­ve­rän und flott sich der Work L fah­ren lässt. Darüber hin­aus sind die Verbrauchswerte sehr gering. Auf unse­rer Test-Tour, der Route 7 mit einer Strecke von 127 Kilometern haben wir diverse Elektro-Transporter getes­tet. Der Work L ver­braucht im Vergleich 30 bis 50% weni­ger als alle ande­ren Fahrzeuge bei glei­chen Bedingungen!“

Zudem begeis­tert auch die Flexibilität, mit der das Aachener Fahrzeugkonzept an die bra­chen­spe­zi­fi­schen Anforderungen ange­passt wer­den kann. Besonders erfreu­lich ist auch, dass das Ziel der Selbsthilfegruppe, im ers­ten Quartal 2018 die ers­ten Fahrzeuge aus­zu­lie­fern, erreicht wird. Interessenten kön­nen noch bis zum 31. August in die Gruppe ein­stei­gen und von den aus­ge­han­del­ten güns­ti­gen Konditionen pro­fi­tie­ren.


Über die Potenziale der E-Mobilität in Deutschland berich­tet Energieblogger-Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog strom­aus­kunft.