Studie: 60 % haben min­des­tens ein smartes Gerät

Foto: RWE Smart Home, Assisted Living-Technologien, AAL
60 % haben ein smartes Gerät zu Hause. Foto: RWE

Wohin geht die Reise für Smart Home? Dazu hat das Inno­va­ti­ons­zen­trum Con­nec­ted Living knapp 1.000 Teil­neh­mer im Rahmen einer Studie befragt.

Das Mün­che­ner IGT – Insti­tut für Gebäu­de­tech­no­lo­gie gibt monat­lich Tipps heraus, mit denen Mietern, Ver­wal­tern und TGA-Verantwortlichen die Steue­rung der Haus­tech­nik leicht gemacht werden soll. Im Novem­ber nun befas­sen sich die Wis­sen­schaft­ler mit der oben genann­ten Studie.

Zwar liegt hier erneut der Fokus eher auf smarten Ein­zel­ge­rä­ten als auf einem ganz­heit­lich geplan­ten Smart Home – man erkennt aber deut­lich den sich nicht auf­zu­hal­ten­den Trend der Smar­ti­fi­zie­rung im All­ge­mei­nen.

Im Kern ist der Begriff „Smart Home“ bei der Bevöl­ke­rung ange­kom­men. Aller­dings wird auch in dieser Studie dar­un­ter eher die Ver­wen­dung von „smarten Geräten“ (z.B. Fern­se­her mit WLAN-Schnittstelle und ergän­zen­der App-Bedienung) ver­stan­den und nicht in erster Linie die Instal­la­tion eines ganz­heit­li­chen Smarthome-Systems mit Ver­wen­dung von Sensoren/Aktoren in Unter­putz­do­sen bzw. Ver­tei­ler­käs­ten (zur Steue­rung von Licht, Ver­schat­tung, Heizung etc.).

Nicht nur Fest­in­stal­la­tio­nen

Was sich dabei deut­lich zeigt: Ein Smart Home besteht schon jetzt nicht mehr alleine aus der ange­spro­che­nen Fest­in­stal­la­tion – d.h. einem Bus­sys­tem oder funk­ba­sier­ten Kom­po­nen­ten für Unterputzdosen/Verteilerkasten. In Haus­hal­ten nehmen die soge­nann­ten „smarten“ Geräte zu.

Logisch, dass man über einen „Alles-Aus-Taster“ auch diese aus­schal­ten möchte. Auch wenn sich Kunden diese „smarten Geräte“ oft selber über Amazon & Co. bestel­len – ein guter Fach­pla­ner für smarte Gebäude sollte auf­zei­gen, ob bzw. wie diese Geräte in das Smart Home inte­griert werden können. D.h. bei der Wahl des Smar­t­home Servers oder der IoT-Plattform sollten Fach­pla­ner im Inter­esse der Kunden die Anfor­de­rung berück­sich­ti­gen, dass später „smarte Geräte“ in das Gesamt­sys­tem ein­ge­bun­den werden können – idea­ler­weise auch vom Kunden selber!

Dabei ist das im Moment leich­ter gesagt als getan. Die meisten Smarthome-Systeme unter­stüt­zen oft nur wenige Pro­to­kolle wie EnOcean, Z-Wave, ZigBee, KNX, DALI etc. Smarte Geräte nutzen oft WLAN und könnten zumin­dest über den häus­li­chen Switch/Router eine IP-Verbindung zum Smarthome-System auf­bauen – nur lassen sie sich dort meist noch nicht „erken­nen“ und ein­bin­den. Es ist aber zu erwar­ten, dass in Zukunft die Her­stel­ler von Smarthome-Servern bzw. IoT-Plattformen einer­seits und „smarten Geräten“ ande­rer­seits stärker auf­ein­an­der zugehen und genau diese funk­tio­nale Ein­bin­dung mehr und mehr unter­stüt­zen.

Zurück zur Studie: 60% der Befrag­ten geben an, min­des­tens ein „smartes“ Gerät zu haben; bei 15% sind sogar mehr als 6 „smarte Pro­dukt­grup­pen“ vor­han­den. Die Ver­brei­tung von diesen soge­nann­ten „smarten Geräten“ nimmt also stetig zu. Die wich­tigs­ten Bedürf­nisse sind dabei eine ein­fa­che Bedie­nung und die Daten­si­cher­heit.

Dif­fe­ren­zie­rung durch Bera­tung

Wer hier seine Kunden kom­pe­tent beraten kann, kann sich dif­fe­ren­zie­ren. Ins­be­son­dere zum Anspruch der ein­fa­chen Bedie­nung wird es auch hier sinn­voll bzw. erfor­der­lich sein, diese in das Smarthome-System oder die IoT Platt­form zu inte­grie­ren. Bei dieser stei­gen­den Anzahl an Ein­zel­ge­rä­ten kann man jedoch nicht von ein­fa­cher Bedie­nung spre­chen, wenn jedes Gerät seine eigene App hat!

Dabei kamen die meisten „smarten Geräte“ bei den befrag­ten Teil­neh­mern der Studie aus dem Bereich der Unter­hal­tung. Dies ist ein Zeichen für die hohe Inno­va­ti­ons­freu­dig­keit dieser Branche – die anderen Bran­chen ziehen aber zwangs­läu­fig nach.
Inter­es­san­ter­weise ist die Kauf­be­reit­schaft für weitere „smarte Geräte“ umso höher, je mehr „smarte Geräte“ man bereits hat. Das heißt: Der Appetit kommt bekann­ter­ma­ßen beim Essen.

Der Extrakt der Studie sowie weitere Infor­ma­tio­nen finden sich hier.

Der Tipp des Monats des IGT kann hier abon­niert wer­den.


Mit dem Smart Home, ohne dass sich eine moderne TGA-Anlage kaum sinn­voll steu­ern lässt, befasst sich auch Energieblogger-Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

 

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