Installation eines Rauchwarnmelders. Foto: Neues Berlin

Rauch­melder: Zwischen gesetz­licher Pflicht und Smart Home

von | 15. November 2018

Rauch­melder sind für die gewerb­liche Wohnungs­wirt­schaft Pflicht. Ihr Einsatz ist sinnvoll, weil mit wenig Aufwand Leben geschützt werden kann. Doch Rauch­melder ist nicht gleich Rauch­melder. Und sie können mitunter auch deutlich mehr, als nur vor den Gefahren eines Brandes zu warnen.

Wohnungs­brände fordern immer wieder Todes­opfer – etwa 350 sind es hier­zu­lande jedes Jahr. Das Gros von ihnen, etwa 95 Prozent, stirbt dabei nicht durch den direkten Kontakt mit den Flammen, sondern durch Rauch­ver­giftung. Diese Erkenntnis führte schon vor 15 Jahren in der Politik zu einem Umdenken. Damals begannen die ersten Bundes­länder, in ihren Landes­bau­ord­nungen (LBO) Rauch­warn­melder in der gewerb­lichen Wohnungs­wirt­schaft vorzu­schreiben. Inzwi­schen ist dies in allen Bundes­ländern Pflicht. …

Zu den Aufgaben, die ein Rauch­melder abdecken muss, gehört die flächen­de­ckende Alar­mierung in mehr­stö­ckigen Häusern, die Warnung in einzelnen Wohnungen, aber auch die Alar­mierung bei Brand­ent­stehung im gemein­samen Treppenhaus.

Handwerk gut ausgelastet

Die Umrüstung kann für ein Wohnungs­un­ter­nehmen eine gewaltige Heraus­for­derung sein. In der Regel sollte die Ausstattung mit Rauch­meldern innerhalb von drei Jahren abge­schlossen sein. Da das Handwerk derzeit mehr als genug zu tun hat, wäre hier schon ein Engpass zu benennen. Zudem ist der finan­zielle Aufwand nicht gerade gering. Deswegen kann die Instal­lation der Rauch­melder auch finan­ziert oder über ein Contracting gelöst werden. …

Manche Wohnungs­un­ter­nehmen arbeiten deshalb auch mit Mess­dienst­leistern zusammen, die über das nötige Know-​how verfügen und etwa bei einem anste­henden Zähler­wechsel auch die Instal­lation der Rauch­melder mit über­nehmen könnten. …


Geschrie­ben für Die Woh­nungs­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 11/​2018. Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Die Woh­nungs­wirt­schaft geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Effizient heizen mit Wasser­stoff und Katalysator

Effizient heizen mit Wasser­stoff und Katalysator

Die Dekarbonisierung des Wärmesektors wird häufig auf Wärmepumpen und Fernwärme reduziert. Doch gerade in Industrie und Gewerbe stößt eine vollständige Elektrifizierung an technische und wirtschaftliche Grenzen. Hohe Vorlauftemperaturen, begrenzte...

Poten­ziale von weißem Wasser­stoff äußerst begrenzt

Poten­ziale von weißem Wasser­stoff äußerst begrenzt

In der Farbsystematik des Wasserstoffs taucht auch die Farbe Weiß auf: Sie steht für natürlich entstehenden Wasserstoff, der theoretisch energetisch genutzt werden könnte. Die damit verbundenen Erwartungen sind groß. Doch bei näherer Betrachtung erweisen sich die...

Erster flexibler Netz­an­schluss für Biogasanlage

Erster flexibler Netz­an­schluss für Biogasanlage

Flexible Netzanschlussverträge ermöglichen einen schnelleren Anschluss von Grünstrom-Einspeisern aus Biogasanlagen und können zugleich die Kosten für den Netzausbau senken. In Schleswig-Holstein wurde nun erstmals eine solche Anlage ans Netz gebracht. Grünstrom...

„Eine Wärme­pumpe kann zumeist allen das Gebäude beheizen”

Eine Wärme­pumpe kann zumeist allen das Gebäude beheizen”

Interview mit Johannes Kretschmar, Experte für Monitoring und Wärmepumpensysteme im Fachbereich Klimaneutrale Gebäude bei der dena. Wie groß ist das Potenzial der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik im Bestand? Das Potenzial ist erheblich. Wärmepumpen...