Brenn­holz ist nicht immer nach­hal­tig

Brennholzproduktion in Deutschland lohnt sich kaum. Deswegen findet eine große Menge Holz aus Osteuropa wie hier aus Südtirol nach Deutschland. Foto: Frank Urbansky

Kamin­brenn­holz ist die belieb­teste erneu­er­bare Ener­gie­form in Deutsch­land. Doch erneu­er­bar ist nicht gleich nach­hal­tig. Denn in den sel­tens­ten Fällen kommt das Holz aus Deutsch­land oder wird über sons­tige nach­prüf­bare Kanäle bezogen.

Brenn­holz­händ­ler müssen sich also selbst um die Qua­li­tät bemühen.

Feste Bio­masse in Form von Brenn­holz ist die bedeu­tendste erneu­er­bare Ener­gie­form im Wär­me­markt. Sie stellt knapp drei Viertel der 14 Prozent an erneu­er­ba­ren Ener­gien in diesem Sektor.

Doch ledig­lich knapp 20 Prozent des hier in Deutsch­land geschla­ge­nen Holzes wird zu Brenn­holz oder brenn­ba­ren Holz­pro­duk­ten wie Pellets oder Hack­schnit­zeln ver­ar­bei­tet (siehe auch Nur wenig Bio­en­er­gie kommt aus deut­schem Wald).
Für alle Brenn­holz­pro­dukte gibt es Zer­ti­fi­zie­run­gen, die die Qua­li­tät sicher­stel­len sollen. Bei Hack­schnit­zeln und Pellets laufen diese EN-plus genann­ten Zer­ti­fi­kate über den Deut­schen Energieholz- und Pel­let­ver­band (DEPV), bei Stück­holz über die Güte­ge­mein­schaft Brenn­holz. Zudem schrei­ben recht­li­che Rege­lun­gen genau vor, welche Qua­li­tät Brenn­holz haben muss, etwa eine maxi­male Rest­feuchte von 20 Prozent.

Damit kann man zwar die Qua­li­tät und die Nach­hal­tig­keit durch­gän­gig für in Deutsch­land geschla­ge­nes Holz nach­prü­fen. Das Gros des Brenn­hol­zes stammt jedoch aus anderen Teilen der Welt, meist aus dem soge­nann­ten Buchen­gür­tel Ost­eu­ro­pas, der sich vom Oder­haff bis auf den Balkan erstreckt. Doch auch Importe aus Deutsch­lands Nach­bar­län­dern wie Öster­reich, Frank­reich und Polen sind wegen der kurzen Wege bei grenz­über­schrei­ten­dem Waren­ver­kehr beliebt.


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Erschie­nen in der Ausgabe 17/2019. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement‐Paketen geht es hier.