Schon bei der Gewinnung von Brennholz kommt es auf hohe Qualität an. Foto: Urbansky

Brennholz ist nicht immer nachhaltig

von | 10. September 2019

Kamin­brennholz ist die belieb­teste erneu­erbare Ener­gieform in Deutschland. Doch erneu­erbar ist nicht gleich nach­haltig. Denn in den seltensten Fällen kommt das Holz aus Deutschland oder wird über sonstige nach­prüfbare Kanäle bezogen. 

Brenn­holz­händler müssen sich also selbst um die Qualität bemühen.

Feste Biomasse in Form von Brennholz ist die bedeu­tendste erneu­erbare Ener­gieform im Wärme­markt. Sie stellt knapp drei Viertel der 14 Prozent an erneu­er­baren Energien in diesem Sektor.

Doch lediglich knapp 20 Prozent des hier in Deutschland geschla­genen Holzes wird zu Brennholz oder brenn­baren Holz­pro­dukten wie Pellets oder Hack­schnitzeln verar­beitet (siehe auch Nur wenig Bioen­ergie kommt aus deutschem Wald).
Für alle Brenn­holz­pro­dukte gibt es Zerti­fi­zie­rungen, die die Qualität sicher­stellen sollen. Bei Hack­schnitzeln und Pellets laufen diese EN-​plus genannten Zerti­fikate über den Deutschen Energieholz- und Pellet­verband (DEPV), bei Stückholz über die Güte­ge­mein­schaft Brennholz. Zudem schreiben recht­liche Rege­lungen genau vor, welche Qualität Brennholz haben muss, etwa eine maximale Rest­feuchte von 20 Prozent.

Damit kann man zwar die Qualität und die Nach­hal­tigkeit durch­gängig für in Deutschland geschla­genes Holz nach­prüfen. Das Gros des Brenn­holzes stammt jedoch aus anderen Teilen der Welt, meist aus dem soge­nannten Buchen­gürtel Osteu­ropas, der sich vom Oderhaff bis auf den Balkan erstreckt. Doch auch Importe aus Deutsch­lands Nach­bar­ländern wie Öster­reich, Frank­reich und Polen sind wegen der kurzen Wege bei grenz­über­schrei­tendem Waren­verkehr beliebt.


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Erschie­nen in der Ausgabe 17/​2019. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Diesel­ag­gregate haben mit Holz­ver­gaser eine Zukunft“

Diesel­ag­gregate haben mit Holz­ver­gaser eine Zukunft“

Interview mit Matthias von Senfft, International Sales Manager bei Spanner Re², www.holz-kraft.com Brennstoffspiegel: Wie würden Sie kurz den Vorteil von Holzvergasern gegenüber anderen Heiztechnologien beschrieben? von Senfft: Sie sind effizienter als...

Inves­ti­tionen und Betrieb andere machen lassen

Inves­ti­tionen und Betrieb andere machen lassen

Die Novellen der Heizkostenverordnung und der Wärmelieferverordnung lassen auf sich warten. Jedoch wurden zuletzt steuerliche Hemmnisse für Wohnungsunternehmen verringert, die ihnen den Energiehandel erschwerten. Für Contractoren ist dies kein bedrohliches Szenario....

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

West­afrika: Wasserstoff-​Powerhouse mit drei Haken

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek will den Sonnenreichtum Westafrikas nutzen, um Wasserstoff für Deutschland zu produzieren. Das Projekt hat nur Chancen bei einer echten Partnerschaft. Ohne Wasserstoff wird die Energiewende nicht gelingen. "Der Strombedarf...

Strom aus Strömen

Strom aus Strömen

Wasserkraft ist neben Biomasse die einzige grundlastfähige erneuerbare Energieform. Doch die Ausbaupotenziale für große Pumpspeicher- oder reine Wasserkraftwerke sind begrenzt. Bürger begehren auf, Investoren ziehen sich zurück. Die kleine Variante, etwa...