Wie nach­hal­tig ist die Nach­hal­tig­keit?

Kurzumtriebsplantagen, wie hier am Firmengelände von Viessmann, brauchen ein langfristiges Investment und kontinuierliche Abnahme der daraus produzierten Holzhackschnitzel. Diese wiederum haben geringere Schadstoffe als "normales" Brennholz. Foto: Urbansky
Kurzumtriebsplantage zur Brennstoffgewinnung für das Viessmann-Stammwerk. Foto: Frank Urbansky

Der Begriff der Nach­hal­tig­keit hat es ganz nach­hal­tig in die poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­tion geschafft. Und kaum ein Unter­neh­men kommt heute ohne eine Beto­nung seiner nach­hal­ti­gen Hand­lungs­weise aus. Doch wie nach­hal­tig sind die Nach­hal­tig­keit und ihre Nach­weise, die Zer­ti­fi­kate?

Der Begriff der Nach­hal­tig­keit wurde einst vom sächsisch-königlichen Berg­haupt­mann Hans Carl von Car­le­witz ein­ge­führt. Er sah vor gut 300 Jahren mit Grausen, wie in den Forsten im Erz­ge­birge Raubbau getrie­ben wurde. Denn Holz war damals der wich­tigste Brenn- und Bau­stoff und aus dem Bergbau nicht weg­zu­den­ken – doch dabei dachte niemand daran, dass es auch Zeit zum Wachsen braucht.

An seiner Defi­ni­tion kann man sich noch heute gut ori­en­tie­ren: Man sollte nur so viel der Natur ent­neh­men, wie diese auch kom­pen­sie­ren kann. Nun ist dies gerade im Brenn­stoff­han­del nicht so einfach. Zwar wächst in Deutsch­land mehr Wald nach, als an Holz ent­nom­men wird. Doch der hiesige Brenn­holz­be­darf wird fast aus­schließ­lich aus Impor­ten gedeckt. Deut­sches Holz ist zu teuer oder qua­li­ta­tiv nicht geeig­net – was wie­derum dem deut­schen Wald guttut. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 07/2020 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.