Was sind wet­ter­sei­tig die bestim­men­den Fak­to­ren für Fein­staub und NO x

Jörg Kachelmann. Foto: Kirsten Nijhof | MDR

Kurz­in­ter­view mit Jörg Kachel­mann Gründer des Meteo­ro­lo­gie­dienst­leis­ters Kachel­mann Group und Betrei­ber von kachel​mann​wet​ter​.com

Kachel­mann: Wenn man sich die Dis­kus­sio­nen derzeit anschaut, erscheint einem Deutsch­land als die Welt­zen­trale des Aber­glau­bens. Letzt­lich hat eine kon­ti­nen­tale Hoch­druck­lage während des Corona-Lockdowns das Wetter bestimmt. Da ist der Himmel auto­ma­tisch blauer. Das liegt nicht daran, dass weniger Autos fahren oder Flug­zeuge fliegen. Sondern Haupt­trieb­fe­der, also auch für Stick­oxide und Fein­staub, ist die Meteo­ro­lo­gie. Zudem kann ich nicht den Mai 2020 mit dem Mai 2019 ver­glei­chen, weil die Wet­ter­la­gen unter­schied­lich waren. Wenn man nach einer Ursache für mehr Fein­staub suchen will, findet man die in den Holz­ka­min­öfen.

Da gibt es inzwi­schen 15 Mil­lio­nen in Deutsch­land. Und an den Tages­gän­gen können wir genau erken­nen, wie sich die Feinstaub- und Stick­oxid­werte ent­wi­ckeln. Früher waren die beiden Rushhour-Zeiten morgens und abends die Spitze, heute wird diese bei immer mehr Sta­tio­nen Freitag- und Sams­tag­abend gegen 22 Uhr ver­zeich­net. Doch die Mess­sta­tio­nen befin­den sich meist an Kreu­zun­gen, nicht wohn­ge­biets­nah. Es ist rührend zu sehen, wie alle tapfer daran fest­hal­ten, dass die Autos den Dreck machen – in Wohn­ge­bie­ten weiß jeder, woran es liegt, der riechen kann …


Gekürzt. Geschrie­ben für die MTZ- Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift.

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Das Inter­view kann hier kom­plett gelesen werden (nach unten scrol­len).

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