Diese CO2-Abscheideanlage des Zementhersteller Heidelberg Cement nahe Maastricht arbeitet schon. Foto: HeidelbergCement

Wie CCS eine Zukunft haben könnte

von | 27. Oktober 2022

Das Abscheiden und Speichern von Kohlen­stoff­dioxid ist zwar technisch möglich, jedoch umstritten und in Deutschland verboten. Dennoch wird weltweit an dieser Tech­no­logie bis zur Praxis­reife geforscht.

Nur mit der Reduktion der CO2-​Emissionen lässt sich der Klima­wandel eindämmen. Dazu beitragen könnten Abschei­dungs­ver­fahren, in denen das Kohlen­stoff­dioxid einge­fangen und einge­spei­chert wird – entweder bei Indus­trie­pro­zessen oder direkt aus der Luft. „Es werden hierzu verschiedene CO2-​Abscheidungsverfahren (DAC = Direct Air Capture) sowie Kohlenstoff-​Nutzungsverfahren (CCU-​Verfahren = Carbon Capture and Utilization bzw. Kohlenstoff-​Abscheidung und Verwendung) erläutert. Mit diesen Verfahren wird Kohlen­stoff im Kreislauf gehalten, jedoch ist auch eine konse­quente Reduktion des Anteils in der Atmo­sphäre dringend erfor­derlich. Dies gelingt durch CO2-​Speicherungsverfahren (CCS = Carbon Capture and Storage)”, beschreiben die wich­tigsten dieser Verfahren die Springer-​Gabler-​Autoren Dina Barbian und Gerhard Spiegel in ihrem Buch­ka­pitel CO2 als Rohstoff zur Nutzung in zirku­lären Prozessen auf Seite 178.

Gerade mit dem Comeback der fossilen Energien und insbe­sondere von Kohle im Zuge des welt­weiten Anstiegs der Ener­gie­preise seit Herbst 2021 rückt CCS, wobei direkt an fossile Kraft­werke angedockt wird, wieder ins Zentrum der Über­le­gungen. Zwar ist CCS in Deutschland nach wie vor verboten, im Klima­schutzplan 2050 wird die Tech­no­logie jedoch als unver­zichtbar beschrieben. Weltweit gibt es bereits viele Projekte, die nicht auf diese Tech­no­logie verzichten wollen. …


Gekürzt. Geschrieben für Springer Profes­sional. Der komplette Beitrag ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Interview mit Dr. Katja Nowak, Leitung Klimaneutralität und Energiewende der Stadtwerke Halle, zur kommunalen Wärmeplanung und zum Fernwärmeausbau in Halle (Saale). Welche Stadtgebiete in Halle sind nach aktuellem Stand der Wärmeplanung künftig verbindlich...

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Kommunale Wärmepläne sind im besten Fall ein verbindlicher, datenbasierter Orientierungsrahmen für den Umbau der Wärmeversorgung. Verbindlich sind sie allerdings nur dort, wo Gebiete für eine künftige Fernwärmeversorgung ausgewiesen werden. Doch selbst das ist...

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bleibt deutlich hinter den politischen Erwartungen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof. Die Prüfer sehen zentrale energie- und industriepolitische Ziele gefährdet: Planung, Priorisierung und Umsetzung der...

Wärme­wende wirt­schaftlich gestalten in Mehrfamilienhäusern

Wärme­wende wirt­schaftlich gestalten in Mehrfamilienhäusern

Die Wärmewende im Bestand läuft am Ende immer auf dieselbe Frage hinaus: Was senkt CO₂-Emissionen und Nebenkosten – und was verlagert lediglich Risiken, etwa vom Gaspreis zum Strompreis oder hin zu intransparenten Fernwärme-Preisformeln? Realistisch betrachtet bleiben...