Daniel Görges. Foto: RPTU

Nachfrage über­steigt das Angebot”

von | 21. November 2023

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Daniel Görges, Lehrstuhl für Elek­tro­mo­bi­lität an der Rheinland-​Pfälzischen Tech­ni­schen Univer­sität Kaiserslautern-​Landau (RPTU)

stadt+werk: Wie kann das Henne-​Ei-​Problem bei der Lade­infra­struktur gelöst werden?

Görges: Wir haben bereits einen beträcht­lichen Fahr­zeug­be­stand, etwa 1,2 Millionen batte­rie­elek­trische Fahrzeuge und knapp 900.000 Plug-​in-​Hybridfahrzeuge. Die Nachfrage nach Lade­infra­struktur steigt entspre­chend, und die Auslastung der Lade­punkte liegt mitt­ler­weile bei etwa 23 batte­rie­elek­tri­schen Fahr­zeugen pro Ladepunkt. Es deutet sich an, dass die Nachfrage das Angebot allmählich über­steigt. Das könnte einen Anreiz schaffen, weitere Lade­infra­struktur zu errichten.

Wie könnte die Politik hier helfend eingreifen?

Die Förderung von Lade­infra­struktur, insbe­sondere öffentlich zugäng­licher Lade­punkte, ist definitiv ein entschei­dender Aspekt. Es bleibt jedoch eine Heraus­for­derung, da der Aufbau dieser Infra­struktur nach wie vor teuer ist, obwohl es Anzeichen für trag­fähige Geschäfts­mo­delle gibt. Das derzeitige Förder­pro­gramm in diesem Bereich, das noch bis 2025 läuft, geht in die richtige Richtung. Im privaten Sektor kann man darüber disku­tieren, ob es notwendig ist oder nicht. Private Lade­infra­struktur, wie eine Wallbox für Zuhause, ist nicht besonders teuer. Die Förderung des Gesamt­pakets aus Lade­station, Photo­vol­ta­ik­anlage und Speicher ist hingegen positiv, denn sie macht den Aufbau nach­hal­tiger und netz­dien­liche Lade­lö­sungen attraktiv. Wichtig ist darüber hinaus die Schaffung geeig­neter Rahmen­be­din­gungen. Im Hinblick etwa auf bidi­rek­tio­nales Laden gibt es noch einige Arbeit in Bezug auf die regu­la­to­ri­schen Rahmen­be­din­gungen, obwohl die Politik dies erkannt und im Koali­ti­ons­vertrag fest­ge­halten hat. Hier besteht definitiv Handlungsbedarf. …


Gekürzt. Geschrieben für stadt+werk, Ausgabe11/​12 2023. Der komplette Beitrag ist nur dort zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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