Das Heizkraftwerk Süd ist generell wasserstoffgeeignet. Doch ein mgöoicher Einsatz wird wohl noch mindestens 10 Jahre dauern. Foto: L-Gruppe

Mit Wasser­stoff dekarbonisieren?

von | 12. März 2026

Kommunale gasge­triebene Kraft-​Wärme-​Kopplung war lange das, was man im Stadt­wer­ke­alltag „einfach laufen lässt“: ein verläss­licher Motorraum hinter dem Wärmenetz – effizient, robust und kalku­lierbar. Doch diese Zeit endet. In Zukunft wird KWK andere Brenn­stoffe als Erdgas benötigen.

Attraktiv bleibt die KWK, weil sie zwei Versor­gungs­auf­gaben koppelt, die in der kommu­nalen Praxis nie getrennt waren und auch schwer zu trennen sind: Wärme- und Strom­ver­sorgung zu Zeiten hoher Nachfrage. Was sich ändert, ist ihre Rolle im Gesamt­system. Das Gebäu­de­en­er­gie­gesetz (auch wenn es wohl in diesem Jahr geändert wird) und dessen Förder­me­cha­nismen drängen die KWK weg vom Dauer­läufer hin zum flexiblen Baustein. Doch auch dafür braucht es einen Weg ohne fossile Brenn­stoffe. Für gasbe­triebene Anlagen ist Wasser­stoff ein möglicher Pfad zur Dekar­bo­ni­sierung – aller­dings ein teurer. Für den sozial sensiblen Wärme­markt ist er deswegen alles andere als prädestiniert.

Hamburg-​Othmarschen: KWK auf dem H₂-Pfad 

In der Praxis gibt es dennoch erste Beispiele. In Hamburg-​Othmarschen betreibt HanseWerk Natur gemeinsam mit INNIO Jenbacher einen 1‑MW-​Großgasmotor in einem Feldtest. Ziel ist es, den Betrieb mit Wasserstoff-​Erdgas-​Gemischen bis hin zu 100 Prozent Wasser­stoff zu erproben. „Ready for H₂“ soll dabei für heute Erdgas, morgen steigende H₂-​Anteile, später die Umrüstung auf reinen Wasser­stoff­be­trieb stehen. …


Gekürzt. Geschrieben für stadt+werk, Ausgabe 3/​ 2026. Der komplette Beitrag ist nur dort zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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