Jana Söffken ist Co-Founderin des CleanTech-Startups PFASuiki, das nachhaltige Technologien zur vollständigen Zerstörung von PFAS im Wasser entwickelt. Sie begleitet als Head of Operations den Weg von der technologischen Innovation zur industriellen Anwendung. Dr. Donald Dibra ist Co-Founder und Geschäftsführer der PFASuiki GmbH. Er verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in Forschung und Entwicklung, Produktentwicklung sowie Produktmarketing. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung technologischer Lösungen für reale Herausforderungen. Foto: PFASuiki

„Wir zerstören PFAS direkt vor Ort, bevor weiterer Abfall entsteht”

von | 3. Juni 2026

Ein aktuelles Gerichts­urteil sorgt für Aufmerk­samkeit: Wer PFAS ins Grund­wasser einträgt, haftet grund­sätzlich für die Verun­rei­nigung und muss für Schäden aufkommen. In dem verhan­delten Fall waren belastete Papier­schlämme ausge­bracht worden. Doch wie lassen sich PFAS, die wegen ihrer extremen Bestän­digkeit als „Ewig­keits­che­mi­kalien” gelten, überhaupt aus Abwässern entfernen? Einen neuar­tigen Ansatz verfolgt das Startup PFASuiki. Im Interview erläutern die Gründer Jana Söffken und Donald Dibra, wie ihre Tech­no­logie PFAS nicht nur heraus­filtert, sondern voll­ständig zerstören soll.

sprin​ger​pro​fes​sional​.de: Was unter­scheidet Ihre Tech­no­logie von bestehenden Verfahren wie Aktiv­koh­le­fil­tration oder Hochtemperatur-​Verbrennung – insbe­sondere mit Blick darauf, dass Sie PFAS nicht nur entfernen, sondern voll­ständig zerstören?

Jana Söffken: Die meisten heute einge­setzten Verfahren sind letztlich Filter­tech­no­logien – wie Aktiv­kohle. Das eigent­liche Problem bleibt bestehen: Die Schad­stoffe verschwinden nicht, sondern konzen­trieren sich im Filter, der anschließend als gefähr­licher Abfall teuer entsorgt oder verbrannt werden muss. Man verschiebt das Problem also nur.

Genau hier setzen wir an: Wir zerstören die Schad­stoffe direkt vor Ort, bevor überhaupt weiterer Abfall entsteht. Das spart nicht nur Entsorgungs- und Trans­port­kosten, sondern beendet den Kreislauf tatsächlich. Der entschei­dende Unter­schied lautet deshalb: nicht Konzen­tration, sondern voll­ständige Zerstörung.

Die ursprüng­liche Idee dazu entstand innerhalb der Inku­ba­ti­ons­pro­gramme des japa­ni­schen Groß­kon­zerns TDK. Donald beschäf­tigte sich damals mit der Frage, wie sich elek­tro­che­mische Tech­no­logien für den Wasser­be­reich weiter­ent­wi­ckeln lassen. Dabei sind wir schnell auf PFAS gestoßen – vor allem, weil es bislang kaum echte Zerstö­rungs­tech­no­logien gibt und die regu­la­to­rische Bedeutung weltweit stark zunimmt. Aus dem internen Projekt wurde schließlich eine eigen­ständige GmbH. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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