Ein aktuelles Gerichtsurteil sorgt für Aufmerksamkeit: Wer PFAS ins Grundwasser einträgt, haftet grundsätzlich für die Verunreinigung und muss für Schäden aufkommen. In dem verhandelten Fall waren belastete Papierschlämme ausgebracht worden. Doch wie lassen sich PFAS, die wegen ihrer extremen Beständigkeit als „Ewigkeitschemikalien” gelten, überhaupt aus Abwässern entfernen? Einen neuartigen Ansatz verfolgt das Startup PFASuiki. Im Interview erläutern die Gründer Jana Söffken und Donald Dibra, wie ihre Technologie PFAS nicht nur herausfiltert, sondern vollständig zerstören soll.
springerprofessional.de: Was unterscheidet Ihre Technologie von bestehenden Verfahren wie Aktivkohlefiltration oder Hochtemperatur-Verbrennung – insbesondere mit Blick darauf, dass Sie PFAS nicht nur entfernen, sondern vollständig zerstören?
Jana Söffken: Die meisten heute eingesetzten Verfahren sind letztlich Filtertechnologien – wie Aktivkohle. Das eigentliche Problem bleibt bestehen: Die Schadstoffe verschwinden nicht, sondern konzentrieren sich im Filter, der anschließend als gefährlicher Abfall teuer entsorgt oder verbrannt werden muss. Man verschiebt das Problem also nur.
Genau hier setzen wir an: Wir zerstören die Schadstoffe direkt vor Ort, bevor überhaupt weiterer Abfall entsteht. Das spart nicht nur Entsorgungs- und Transportkosten, sondern beendet den Kreislauf tatsächlich. Der entscheidende Unterschied lautet deshalb: nicht Konzentration, sondern vollständige Zerstörung.
Die ursprüngliche Idee dazu entstand innerhalb der Inkubationsprogramme des japanischen Großkonzerns TDK. Donald beschäftigte sich damals mit der Frage, wie sich elektrochemische Technologien für den Wasserbereich weiterentwickeln lassen. Dabei sind wir schnell auf PFAS gestoßen – vor allem, weil es bislang kaum echte Zerstörungstechnologien gibt und die regulatorische Bedeutung weltweit stark zunimmt. Aus dem internen Projekt wurde schließlich eine eigenständige GmbH. …
Gekürzt. Geschrieben für SpringerProfessional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.




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