Eine Dusche muss in einem barrierearmen Bad gut erreichbar und ein Waschbecken unterfahrbar sein Foto: Gesobau

Barrie­rearme Badplanung von Anfang an mitdenken

von | 12. August 2026

Barrie­rearme oder barrie­re­freie Bäder sind eine der wich­tigsten Inves­ti­tionen in zukunfts­fä­higen Wohnraum. Ange­sichts des demo­gra­fi­schen Wandels, stei­gender Anfor­de­rungen an Wohn­komfort und der Chancen durch Digitali sierung müssen sie von Beginn an mitge­dacht werden – und zwar so, dass sie später ohne großen Aufwand weiter­ent­wi­ckelt werden können.

Barrie­re­freiheit beginnt nicht bei der DIN 18040. Für Barrie­re­freiheit braucht man kluge Grund­risse und voraus­schauende Planung. Bäder sind sehr langlebig, ihre durch­schnitt­liche Nutzungs­dauer liegt bei rund 30 Jahren. Wer also heute saniert oder neu baut, sollte berück­sich­tigen, dass bis 2035 rund zwei Millionen senio­ren­ge­rechte Wohnungen fehlen und schon 2030 mehr als ein Viertel der Bevöl­kerung älter als 65 Jahre sein wird. Trotzdem sind aktuell nur rund 1,5 Prozent aller Wohnungen barrierearm.

Barrie­re­freiheit ist streng geregelt, etwa durch die DIN 18040 und Landes­bau­ord­nungen, Barrie­rearm beschreibt hingegen eine Annä­herung: Hinder­nisarme Zugänge, einfache Bedien­barkeit und ausrei­chende Bewe­gungs­räume (siehe auch Unter­schiede zwischen barrie­refrei, barrie­rearm und behin­der­ten­ge­recht). Behin­der­ten­ge­recht ist eine Wohnung wiederum erst dann, wenn sie indi­vi­duell auf die Bedürf­nisse des Bewohners zuge­schnitten ist.

Bei Sanie­rungen ist oft nicht alles umsetzbar, insbe­sondere in Kleinst­bädern unter fünf Quadrat­metern. Eine Unter­su­chung des ZVSHK zeigte, dass nur eines von 20 solcher Bäder die Anfor­de­rungen von Bewohnern mit fort­schrei­tenden Einschrän­kungen erfüllt. Häufig fehlen eben­erdige Duschen, Türbreiten sind zu schmal, und Steck­dosen für Dusch-​WCs sind nicht vorgesehen.

Gekürzt. Geschrieben für das vdw Magazin. Der komplette Beitrag kann hier ab Seite 18 nach­ge­lesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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