Norwegen: Kein Ersatz für Gas aus Russland

von | 1. April 2014

Nach einem Bericht des Handels­blattes dämpft Norwegen die Hoffnung, kurz- oder mittel­fristig Ersatz für russische Erdgas­lie­fe­rungen zu bieten. „Wir können und werden unsere Gaspro­duktion kurz­fristig steigern, aber nicht sehr stark”, sagte Norwegens Ener­gie­mi­nister Tord Lien gegenüber dem Blatt.

Zwar werde sein Land bis 2020 seine Förderung von derzeit 110 Milli­arden Kubik­meter auf dann 130 Millio­nen­Ku­bik­meter steigern. Doch selbst diese Stei­gerung könnte den deutschen Bedarf nicht decken.

Deutschland verbraucht jährlich rund 100 Milli­arden Kubik­meter. Aktuell kommen davon 42 Prozent aus russi­schen Quellen (Angaben nach Monats­be­richt des Bundes­amtes für Wirt­schaft und Ausfuhr­kon­trolle, BAFA, für Januar 2014). Norwegen steuert derzeit rund 21 Prozent zur deutschen Versorgung bei. Das bedeutet, dass bei einem kompletten Ersatz russi­scher Quellen die norwe­gische Option diese nicht einmal zur Hälfte ersetzen könnte. Und selbst dies ist mehr als unwahr­scheinlich, da Norwegen mehrere EU-​Länder beliefert.

Geschrieben für Bund der Ener­gie­ver­braucher. Origi­nal­beitrag hier.

Foto: VNG/​Dirk Brzoska

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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