Wollen mit dem magnetokalorischen Effekt die Kühlwelt revolutionieren: Dimitri Benke, Timur Sirman und Max Fries. Foto: MagnoThermSolutions

Ener­gie­ver­sorgung von Immo­bilien: Startups starten durch

von | 22. November 2018

Ein Bereich innerhalb der Immo­bi­li­en­wirt­schaft ist besonders stark von Umbrüchen betroffen: die Ener­gie­ver­sorgung. Das gilt gleichwohl für Heizung, Kühlung, Licht und Prozess­energie. Zum einen stößt die Digi­ta­li­sierung Prozesse an, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Zum anderen kommen immer neuere, effi­zi­entere Tech­no­logien auf den Markt. Beides zusammen macht die Verwaltung von Immo­bilien in Zukunft nicht nur einfacher, sondern auch günstiger. Hier sollen einige Startups vorge­stellt werden, die genau diesen Bereich revolutionieren.

1. aedifion: Daten der Gebäu­de­au­to­mation trotz unter­schied­licher Systeme erfassen, zusam­men­führen und darstellen

aedifion ist eine Ausgründung von ehema­ligen Forschern der deutschen Élite-​Ingenieurs-​Schmiede RWTH Aachen. Das Unter­nehmen entwi­ckelt Werkzeuge zur cloud­ba­sierten Verar­beitung von Betriebs­daten aus Gebäu­de­au­to­ma­ti­ons­sys­temen und zur Opti­mierung dieser Systeme. Einfach formu­liert: aedifion sorgt dafür, dass alle ener­ge­tisch wichtigen Daten der Gebäu­de­au­to­mation, unab­hängig von Art der Anlage und der verwen­deten Proto­kolle, erfasst, in der Cloud gespei­chert und auf unter­schied­lichste Weisen bereit­ge­stellt werden. Das System ist dank Künst­licher Intel­ligenz (KI) lernfähig und kann Teile der Gebäu­de­au­to­mation selbst steuern. …

2. Magno­Therm Solutions kühlt umwelt­freundlich ohne Kompression und F‑Gase

Ebenfalls ein Spinoff einer Tech­ni­schen Univer­sität, nämlich der TU Darmstadt, ist Magno­Therm Solutions. Die Inge­nieure haben sich der Kühlung mittels magne­to­ka­lo­ri­schem Effekt verschrieben. Zukunfts­fähig sind solche Lösungen auf jeden Fall. Denn 2050 wird, weltweit betrachtet, mehr Energie für Kühlung als für Heizung verbraucht. Insbe­sondere muss für eine Kilo­watt­stunde Kälte etwa das Dreifache an Energie aufge­wendet werden wie für eine Kilo­watt­stunde Wärme.
Um dieser Heraus­for­derung zu begegnen, benötigt man also neue Kühl­systeme, die extrem ener­gie­ef­fi­zient arbeiten und im Vergleich zu den bishe­rigen Systemen eine deutlich bessere Ener­gie­bilanz erzielen. Möglich wird dies mit dem magne­to­ka­lo­ri­schen Effekt. Dabei geht es um Folgendes: Wird ein Material einem stärkeren Magnetfeld ausge­setzt, erwärmt es sich. Umgekehrt kühlt es ab, wenn das Magnetfeld sich abschwächt. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 11/​2018. Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Immo­bi­li­en­wirt­schaft geht es hier.

Über den kli­ma­neu­tralen Gebäu­de­be­stand berich­tet Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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