Laboranlage für die Erzeugung von wassserstoffreichem Synthesegas aus biogenen Reststoffen per Pyrolyse. Foto: Fraunhofer UMSICHT

Nach­hal­tiger Wasser­stoff aus Abfällen

von | 2. Oktober 2025

Wasser­stoff gilt als eine der Schlüs­sel­tech­no­logien für die Ener­gie­wende und als zentraler Bestandteil einer klima­neu­tralen Industrie. Doch auch seine rege­ne­rative Erzeugung, vorrangig mittels Elek­trolyse oder aus Biomasse, ist nicht per se nach­haltig. Dafür braucht es geeignete Prozesse – und einen kreis­lauf­ar­tigen Umgang mit dem Ausgangs­stoff Wasser.

Eine Studie der Univer­sität Duisburg-​Essen prognos­ti­ziert einen Rückgang der euro­päi­schen Elek­tro­ly­se­ka­pa­zität um ein Drittel bis 2030, falls keine Anpas­sungen erfolgen. Damit ist das Ziel, bis 2030 insgesamt 20 Millionen Tonnen grünen Wasser­stoff bereit­zu­stellen, in Gefahr. Und: Experten des BVS und des Fraun­hofer IWU schätzen, dass Deutschland bis 2030 rund 4,5 Millionen Tonnen benötigt. Weltweit werden derzeit nur etwa eine Million Tonnen erzeugt.

Wasser­stoff wird nur mit grünem Strom grün

Doch wann gilt Wasser­stoff als grün? Die alte Bundes­re­gierung hat im Dezember 2023 einheit­liche Vorgaben für die Herstellung von grünem Wasser­stoff und E‑Fuels beschlossen. Die Novelle der 37. Verordnung zur Durch­führung des Bundes-​Immissionsschutzgesetzes (37. BImSchV) definiert erstmals genau, wann der einge­setzte Strom als erneu­erbar gilt und der daraus erzeugte Wasser­stoff als „grün“ anerkannt wird. Soweit bekannt, wird auch eine neue Bundes­re­gierung aus Union und SPD daran festhalten.


Gekürzt. Geschrieben für Circular Economy. Ausgabe 04/​2025. Der komplette Beitrag ist nur dort zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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