Neue Projekte aus Industrie- und Stadtbaukontext zeigen, wie CO2 mit Biochar-Zuschlägen dauerhaft in Beton gebunden werden kann. Zwei Beispiele markieren einen möglichen Entwicklungspfad, der technische, ökologische und normative Fragen neu ordnet.
Die Bauindustrie gehört zu den größten Quellen industrieller CO₂-Emissionen, besonders im Betonbau. Gleichzeitig werden langlebige Bauwerke seit einigen Jahren verstärkt als potenzielle Speicherorte für biogenen Kohlenstoff diskutiert. Ein Ansatz, der empirisch geprüft wird, ist die Integration von Biochar – also pyrolysierten, stabilisierten Kohlenstoffresten aus Biomasse – in Betonrezepturen. Biochar enthält Kohlenstoff, der durch Photosynthese gebunden wurde und aufgrund der Pyrolyseprozesse chemisch über lange Zeiträume stabil bleibt. Wird dieser Kohlenstoff in der Zementmatrix verankert, kann er über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks im Material verbleiben.
Zwei Projekte des Berliner Startups ecoLocked zeigen die praktischen Dimensionen dieses Ansatzes. Beide nutzen denselben Grundmechanismus, unterscheiden sich aber hinsichtlich ihres Kontextes, der Zielsetzung und der Einbauweise. …




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