Steuerungsmodul eines hinsichtlich der Lüftung und der energetischen Verbräuche voll automatisierten Bürogebäudes. Foto: Mitsubishi

Auto­mation hilft, Energie zu sparen

von | 31. Juli 2017

Mit der Verschärfung der Ener­gie­Ein­spar­Ver­ordnung (EnEV) und auch dem geplanten, wenn auch vorerst einge­fo­renem Gebäu­de­en­er­gie­gesetz (GEG) werden hohe Anfor­de­rungen an Ener­gie­ver­brauch und Auto­mation von neuen Gebäuden gestellt. Online-​Planungshilfen können deren Erfüllung unter­stützen. Und sie können helfen, unnötige Kosten zu vermeiden – entweder durch zu groß oder klein geplante Anlagen oder wenig funk­tionale Automationstechnik.

Seit 2002 wird der dimen­si­onslose Primär­ener­gie­faktor mit der EnEV einge­führt. Er soll helfen, den Ener­gie­bedarf eines Gebäudes zu bestimmen. Für Planer ist dies durch die Verschärfung der verschie­denen EnEV-​Stufen, zuletzt 2016, immer wichtiger geworden. Zwei Jahre zuvor kam noch hinzu, die Rolle der Gebäu­de­au­to­mation für die Ener­gie­ein­sparung zur berück­sich­tigen. Ohne digi­ta­li­sierte Planungs­tools ist dies so gut wie unmöglich.

Doch wie gut funk­tio­nieren die? Dazu zunächst ein Blick auf all das, was auch ein Planer im Blick haben muss. Zunächst ist dass die Nutz­energie etwa für die Erwärmung von Trink­wasser, das Beheizen von Räumen oder als elek­trische Energie für Lifts oder das Licht. Diese wird aus der Endenergie erzeugt, etwa Gas, Fernwärme oder Strom aus dem öffent­lichen Netz sowie selbst erzeugtem aus eigenen PV-​Anlagen oder einem Block­heiz­kraftwerk. Berück­sichtigt werden müssen dabei die Verluste der Endenergie.

Positiv ange­rechnet hingegen werden kann der Einsatz Erneu­er­barer Energien, aber auch effi­zi­enter Ener­gie­er­zeu­gungs­an­lagen wie etwa der Kraft-​Wärme-​Kopplung. Diese Endenergie wird für jeden Ener­gie­träger separat berechnet. Dieser Berechnung liegt eben der Primär­ener­gie­faktor zugrunde. Heizöl und Gas werden etwa mit 1,1 bewertet, Biogas mit 0,5, Solar­thermie, Erdwärme und Photo­voltaik hingegen mit 0,0. Dabei wurde bereits die Energie mit einbe­rechnet, die für die Brenn­stoffe hinsichtlich Förderung, Verar­beitung und Logistik anfallen. Als Planungs­grenze gilt die Gebäu­de­hülle, die ebenfalls zu einem positiven Ergebnis beitragen kann, wenn sie entspre­chend gedämmt ist.

Deswegen kann der Planer die Verluste der Nutz­energie beein­flussen, etwa durch die Wahl Erneu­er­barer Energien bei der Versorgung oder aber durch effi­ziente Heiz­technik. Dies ist auch nötig, da er den Primär­ener­gie­faktor an sich nicht beein­flussen kann, sondern nur die Menge der Verwendung der benö­tigten Ener­gie­träger. Dies ist wiederum wichtig für den Ener­gie­ausweis, der genau aus dieser Bilanz resul­tiert. Orien­tiert wird sich dabei an den Normen DIN18599, DIN 41086, DIN470110) oder direkt an der EnEV. …


Gekürzt. Geschrieben für tab aus dem Bauverlag. Der kom­plette Beitrag ist nur in Heft 7+8÷2017 zu lesen. Zum Abon­nement geht es hier.

Wie das Haus der Zukunft kom­plett mit Eigen­energie ver­sorgt wer­den könnte, beschreibt Energieblogger-​Kollege Andreas Kühl hier auf sei­nem Blog Energynet. 

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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