Regelenergie ist nötig, um die schwankenden Angebote etwa von Windkraft für ein stabiles Stromnetz auszugleichen. Foto: Urbansky

Regionale Strom­märkte entstehen langsam

von | 28. Juli 2017

Neue Gesetze und die Digi­ta­li­sierung der Ener­gie­wirt­schaft ermög­lichen das Entstehen regio­naler Strom­märkte. Die bislang zentra­li­sierte Strom­wirt­schaft wandelt sich, wenn auch langsam.

Die Strom­wirt­schaft in Deutschland und Europa ist stark zentra­li­siert. Die Ziele der Ener­gie­wende sind damit nicht zu erreichen. „Die Ener­gie­po­litik tendiert dazu, den Ausgleich zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch von Energie möglichst groß­räumig zu orga­ni­sieren und die Stand­ortwahl für neue Kraft­werke und Speicher dem betriebs­wirt­schaft­lichen Kalkül im euro­pa­weiten Wett­bewerb zu über­lassen, wobei Netz­kosten ausschließlich von den Strom­ver­brau­chern gezahlt werden. Dies konzen­triert die Erzeugung auf Gunst­standorte und bedingt einen sehr weit­ge­henden Ausbau der Über­tra­gungs­netze. In der Zivil­ge­sell­schaft werden mit der Ener­gie­wende dagegen oft Ziel­vor­stel­lungen einer verbrauchs­nahen Erzeugung und einem eher klein­räumig orga­ni­sierten Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch verbunden”, beschreibt diese Diskrepanz Springer Spektrum-​Autor Jörg Fromme in seinem Zeit­schrif­ten­beitrag Ener­gie­sys­tem­trans­for­mation – räumliche Politik und Strom­netz­planung auf Seite 229.

Der Grund ist ein einfacher: Erneu­erbare Energien sind meist dezentral, werden dezentral einge­speist und werden im Idealfall auch dezentral vor Ort verbraucht. …


Gekürzt. Geschrieben für Springer Profes­sional. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Mit den Zielen der Ener­gie­wende beschäf­tigt sich Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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