Wie funk­tio­niert Werbung in der Politik

Foto: DCB / Wikimedia / Lizenz unter CC BY-SA 3.0
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Nach der Wahl ist vor der Wahl. Da viele von uns doch über­rascht waren, wie diese Bun­des­tags­wahl ausging, hier nun ein paar Gedan­ken, wie die Wahl­wer­bung gene­rell funk­tio­niert und wie dabei Themen wie etwa der Umwelt­schutz instru­men­ta­li­siert werden.

Aber auch runde Geburts­tage von Jung­po­li­ti­kern, wie der 40. Geburts­tag, laden zum Feiern ein. Das selbst gestal­ten der Ein­la­dungs­kar­ten spielt hierbei eine wich­tige Rolle um für diese Ver­an­stal­tun­gen zu werben. Werbung in der Politik ist das A und O, aber auf welche Art erreicht uns diese Werbung?

Wie wirkt Wahl­wer­bung

Vor allem Wahl­wer­bung hat das Ziel, Signale zu ver­schi­cken, die beim Vor­bei­ge­hen irgend­wie wahr­ge­nom­men werden müssen. Hierbei ist es wichtig kurze und knappe Infor­ma­tio­nen zu prä­sen­tie­ren um eine inten­sive Wirkung zu ent­fal­ten. Ein eher unge­bun­de­ner Wähler, der nicht jeden Tag poli­ti­sche Gescheh­nisse in den Medien ver­folgt, kommt durch knappe Wahl­wer­bung eher auf seine Kosten.

An sich errei­chen Par­teien ihre Ziel­gruppe eigent­lich nur, wenn sie ihre Werte reprä­sen­tie­ren. Wahl­wer­bung muss deshalb an die emo­tio­nale Seite anknüp­fen. Jedoch sollte man das Thema Glaub­wür­dig­keit nicht ver­ges­sen. Tat­säch­lich ist ein sym­phy­ti­sches Wirken der Partei wich­ti­ger als ihre Argu­mente und Wahl­slo­gans. Trans­pa­renz fördert die Glaub­wür­dig­keit eben solcher Werbung. Ein reprä­sen­ta­ti­ver Poli­ti­ker wird deshalb nicht einfach will­kür­lich gewählt. Er wirkt auf uns authen­tisch und macht Ver­trau­ens­wür­dig­keit greif­bar.

Ähnlich wie Wirt­schafts­wer­bung

All dies erin­nert an das bewährte Rezept der Wirt­schafts­wer­bung. Beide setzten eher auf Emo­tio­nen, denn ober­fläch­lich betrach­tet ist eine Partei in ihren Wahl­pro­gram­men aus­tausch­bar. In der moder­nen Zeit wird gerne mit Hilfe des Inter­nets bzw. der sozia­len Medien gewor­ben, denn ent­schei­dend ist das all­ge­meine Bild. Bild­be­tonte Medien stellen eine bequeme Infor­ma­ti­ons­quelle dar und lösen stär­kere emo­tio­nale Reize aus als geschrie­bene Wörter.

Mit Hilfe dieses Aspekts soll das Selbst­bild des Wählers bestä­tigt werden. Deshalb ist es für eine Partei wichtig, einen bestimm­ten Cha­rak­ter zu ver­kör­pern. Trotz allem muss bei so einer Kam­pa­gne ein Infor­ma­ti­ons­ge­halt über­mit­telt werden. Einige Par­teien arbei­ten mit Feind­bil­dern in ihren Wer­be­pla­ka­ten, andere lieber mit Normen und Werte.

Umwelt­schutz klas­si­sches Bei­spiel

Ein klas­si­scher Aspekt wäre der Umwelt­schutz. Man appel­liert dadurch an das schlechte Gewis­sen des Wählers und kann diesen auf seine Seite locken. Mit dieser Maß­nahme darf aber nicht über­trie­ben werden, da sonst die Glaub­wür­dig­keit oft in Frage gestellt werden kann. Immer­hin soll irgend­wie rüber­ge­bracht werden, dass eine Partei die Lebens­ver­hält­nisse des Wählers ver­bes­sern kann.

Ein wei­te­rer Punkt ist die Pene­tranz von Wahl­wer­bung. Damit wir diese nicht ver­ges­sen bedarf es einer häu­fi­gen Wie­der­ho­lung, am besten mit Hilfe von Slogans. Kraft­volle Slogans wirken auf uns nach­hal­tig. Im Fazit könnte man also sagen, dass Wahl­wer­bung uns auf allen Ebenen sti­mu­lie­ren muss, wobei diese mal mehr oder mal weniger auf­fäl­lig gestal­tet werden kann. Haupt­sa­che die Partei bleibt irgend­wie im Kopf ver­an­kert.