Norweger entwi­ckeln elek­tri­sches und autonomes Frachtschiff

von | 4. Oktober 2017

Zwei Kreuz­fahrt­schiffe in einem norwe­gi­schen Fjord. Foto: FeWo-​direkt

Die norwe­gi­schen Unter­nehmen Yara und Kongsberg entwi­ckeln seit Jahren ein Projekt, das den Fracht­verkehr im Land dauerhaft verändern soll. Es handelt sich um ein Fracht­schiff, welches autonom, ohne Schiffscrew und völlig elek­trisch in den Fjorden Skan­di­na­viens verkehren soll. Das Schiff ist inzwi­schen als „Tesla oft the Seas“ bekannt, da es ähnlich wie die Autos der Marke Tesla, autonom und elek­trisch auf den Verkehrs­routen dieser Welt verkehren soll.

Umwelt­scho­nende Alter­native zum herkömm­lichen Frachtverkehr

Besonders in Hinblick auf die Klima­er­wärmung durch Kohlen­dioxid Emis­sionen und Feinstaub ist das Projekt sehr wichtig. Die Firmen erhoffen sich mit dem Projekt, die Umwelt­be­lastung durch den Fracht­verkehr zu redu­zieren und besonders in Skan­di­navien, den Fracht­verkehr, der größ­ten­teils mit dreckigen Diesel LKWs bewältigt wird, von der Straße auf das Wasser zu verlagern.

Das erste Schiff soll 2018 seinen Stapellauf haben und zunächst mit Crew an Board diverse Test­fahrten unter­nehmen. Aus recht­lichen und sicher­heits­tech­ni­schen Gründen wird die Crew dabei immer Eingriff bereit sein und dafür sorgen, dass die Kinder­krank­heiten, die bei so großen und inno­va­tiven Projekten immer auftreten, keine gefährden. Ab 2020 soll das Schiff dann fähig sein, komplett autonom zu verkehren und die Crew an Board auf ein Minimum reduziert sein.

Abgase redu­zieren

Gelingt dies alles, werden wohl in kurzer Zeit viele Schiffe dieser Art dazu kommen. Redu­zierung von umwelt­be­las­tenden Gasen ist aktuell eine der wich­tigsten Aufgaben für die Menschheit und die Hoffnung bei allen ist sehr hoch, dass dieses Projekt eine Art Vorreiter wird und dafür sorgt, den Fracht­verkehr auf den Wasser­wegen der Welt umwelt­scho­nender zu gestalten.

Zudem sind diese neuen Fähren sehr leise, da sie keinen Verbren­nungs­motor an Board haben. So wird auch die Lärm­be­lastung in den Fjorden Norwegens deutlich abnehmen, was Einhei­mische und Touristen, die häufig nach Norwegen kommen, um in den Fjorden zu wandern, sehr gut gefallen wird. Heute fahren nämlich täglich mehrere große Schiffe in die schönsten Fjorde ein, und sorgen wegen ihrer Laut­stärke und Umwelt­be­lastung bei Anliegern für große Proteste.

Das Projekt klingt viel­ver­spre­chend und es ist zu hoffen, dass elek­trisch betriebene Fahrzeuge auf allen Trans­port­routen der Welt nach und nach Einzug erhalten, um den Planeten so gut wie möglich zu schonen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Poten­ziale von Smart Metern

Poten­ziale von Smart Metern

Der Smart-Meter-Roll-out rollt, wenn auch schleppend. Bei explodierenden Energiepreisen bietet er die Chance, nicht nur die Stromverbräuche effizient zu überwachen, sondern auch die Wärme. Das beweisen zahlreiche bereits realisierte Projekte. Nachdem der für 2017...

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Die Wärmepumpe wird die Heiztechnologie der Zukunft sein – auch in Gewerbeimmobilien. Der Wärmepumpengipfel Ende Juni, der von der Bundesregierung initiiert wurde, lässt daran kaum Zweifel aufkommen. Die Wärmepumpe an sich ist jedochnicht klimaneutral – der...

Heizöl, Diesel und LPG im Katastrophenschutz

Heizöl, Diesel und LPG im Katastrophenschutz

Dezentral anwendbare Energien helfen auch in Katastrophenfällen. Ein Brennstofftank und ein Aggregat sind schnell am Schadensort installiert und können Strom und Wärme liefern. Flüssige Brennstoffe sind dabei unentbehrlich – und werden das auch in Zukunft sein....

Wie ein moderner Brand­schutz funktioniert

Wie ein moderner Brand­schutz funktioniert

Rauchmelder sind in Wohngebäuden Pflicht. Idealerweise werden sie mit Sprinkleranlagen und Rauchabzugsanlagen automatisiert gekoppelt. Auch automatisierte Alarmauslösung und Fehlalarm-Check mittels Kameras könnten zum Standard gehören und Schäden am Bauwerk...