Geothermie gilt als Schlüsseltechnologie der Wärmewende. Doch trotz neuer Gesetze und Versicherungsmodelle bleiben Finanzierung, Fachkräfte und industrielle Kapazitäten zentrale Herausforderungen. Dr. Herbert Pohl, CEO von Deutsche ErdWärme, erklärt, was passieren muss, damit der Markthochlauf gelingt.
Springerprofessional.de: Mit dem Geothermie-Beschleunigungsgesetz sowie einer neuen Fündigkeitsversicherung von Munich Re und KfW scheint die Politik der tiefen Geothermie neuen Rückenwind zu geben. Reicht dieses politische Momentum aus?
Herbert Pohl: Ich bewerte die aktuellen Initiativen grundsätzlich als positives Signal. Dass sich sowohl die frühere als auch die neue Bundesregierung mit dem Thema beschäftigt haben und das Gesetz mit breiter politischer Unterstützung verabschiedet wurde, zeigt, dass Geothermie inzwischen parteiübergreifend als relevant angesehen wird. Dennoch reicht diese Signalwirkung allein nicht aus, um die Technologie in Deutschland wirklich hochzuskalieren. Zwar enthält das Gesetz Verbesserungen bei Genehmigungsverfahren. Doch die zielen jedoch nicht auf den zentralen Engpass. Entscheidend sind vielmehr zwei strukturelle Faktoren: die Finanzierung und der Aufbau industrieller Kapazitäten. Zudem fehlt es bislang an ausreichend vielen Projekten, die für Investoren tatsächlich finanzierbar sind. Dafür braucht es langfristige Wärmelieferverträge. …
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