Bauen mit Holz: Mehr als nur gemüt­lich

Auch wenn man es ihm von außen nicht ansieht: Das E3 wurde komplett aus Holz gefertigt. Foto: Bernd Borchardt
Auch wenn man es ihm von außen nicht ansieht: Das E3 wurde komplett aus Holz gefertigt. Foto: Bernd Borchardt

Holzbau als tra­di­tio­nell zu bezeich­nen ist unter­trie­ben. Denn Holz ist einer der ältes­ten Bau­stoffe der Mensch­heit und beglei­tete sie durch ihre ganze Exis­tenz.

In der Stein­zeit sorgten pri­mi­tive Holz­ver­schläge und Laub­hüt­ten außer­halb von Höhlen für ein Minimum an Wet­ter­schutz. In der Antike wurden Geschuss­de­cken mit Holz gebaut, im Mit­tel­al­ter sicherte das Fach­werk die Statik ganzer Häuser ab. Und die Flücht­lings­ba­ra­cken, die nach dem 2. Welt­krieg überall in Deutsch­land gebraucht wurden, errich­tete man oft aus Holz. Es war billig, gut ver­füg­bar und ließ sich schnell ver­ar­bei­ten.

Heute ist Holz auch aus diesen Gründen aus der Bauwelt nicht weg­zu­den­ken. Es hat her­vor­ra­gende Eigen­schaf­ten, etwa eine natür­li­cher­weise sehr gute Dämmung. Sie ist um etwa fünf mal besser als die einer reinen Stahl­be­ton­wand. Und es lässt sich leicht ver­ar­bei­ten, auch auf­grund des gerin­ge­ren Gewichts bei gleich­wohl sehr hoher Sta­bi­li­tät. In unseren Breiten steht es zudem aus­rei­chend zur Ver­fü­gung. Denn der Wald in Deutsch­land wächst schnel­ler, als dass ihm Nutz- oder Brenn­holz ent­nom­men wird. Und das schon seit Jahren.

Holz ist also sehr nach­hal­tig. Und es kann wie­der­ver­wen­det werden, etwa, wenn das Haus einmal abge­ris­sen wird. Auch Beden­ken, dass ein Holz­haus schnel­ler abbrennt, sind nicht gerecht­fer­tigt. Denn Holz für den Bau wird mit Flamm­schutz­mit­teln behan­delt.

Das wissen auch die Bau­her­ren. Jedes siebte in Deutsch­land errich­tete Ein­fa­mi­li­en­haus ist ein Fer­tig­haus. Ein nicht uner­heb­li­cher Teil davon wird über­wie­gend aus Holz­tei­len gefer­tigt. Von außen sind diese nicht als Holz­häu­ser zu erken­nen, da sie ver­putzt sind. Dem guten Wohn­klima, das Holz mit sich bringt, tut das keinen Abbruch. …


Gekürzt. Geschrie­ben für das Online-Magazin wohn­WER­KEN der Schlü­ter­schen Ver­lags­ge­sell­schaft. Der kom­plette Beitrag ist hier ab Seite 158 zu lesen.

Über neue Tech­no­lo­gien für die Ener­gie­wende berich­tet Energieblogger-Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

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