Solarthermieanlagen der Stadtwerke Crailshaim für die Wärmenetzeinspeisung. Fotos: Stadtwerke Crailshaim

Stadt­werke setzen auch auf Solarthermie

von | 5. Dezember 2017

Solar­thermie ist bisher vor allem im privaten Hausbau verbreitet. Doch auch Ener­gie­ver­sorger, insbe­sondere Stadt­werke, entdecken die umwelt­freund­liche Art der Wärme­er­zeugung. Zum einen helfen sie Haus­bauern mit Komplett­pa­keten, zum anderen erstellen sie groß­flä­chige Anlagen und speisen die Wärme­en­ergie ins Wärmenetz ein.

Förderung von Einzelanlagen

Stadt­werke und andere Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­nehmen fördern landauf, landab zu sehr unter­schied­lichen Kondi­tionen die Instal­lation von Solar­ther­mie­an­lagen. Meist handelt es sich um einen Zuschuss, seltener um einen zins­güns­tigen Kredit, etwa bei den Stadt­werken Duisburg.

Der Vertrieb kann, wie etwa in Leipzig, über ein eigenes Netz erfolgen, oder auch über Markt­partner wie Planer und Hand­werker. Die Anla­gen­größen schwanken zwischen 4 und 30 m². …

Bei den Zuschüssen können zwei Modelle unter­schieden werden. Zum einen können sie ohne Bedin­gungen (außer natürlich einem Liefer­vertrag beim jewei­ligen Stadtwerk) vergeben werden. Dies ist bei den Leipziger Stadt­werken der Fall, die ihr umwelt plus-​Programm schon vor 20 Jahren auflegten. Vergleich­bares bieten auch die Stadt­werke in Mössingen, Karlsruhe, Bremen, Harse­winkel, Marburg, Düsseldorf, Bad Homburg, Rinteln sowie die Entega an, um nur einige zu nennen. …

Möglich ist auch eine Bezu­schussung unter der Bedingung, parallel zur Instal­lation der Solar­ther­mie­anlage einen neuen Brenn­wert­kessel zu instal­lieren. Dies ist meist ebenfalls verbunden mit einem mindestens zwei­jäh­rigen Gaslie­fer­vertrag. Solche Förde­rungen gibt es unter anderem in Witten, Düren, Bayreuth oder Plauen. …

Groß­flä­chige Solarthermie

Bei der groß­flä­chigen Solar­thermie geht es um die Auslastung und Beschi­ckung von Wärme­netzen mit erneu­er­baren Energien. „Für den länd­lichen Raum ist das auf jeden Fall inter­essant“, so Florian Burmeister vom Ener­gie­dienst­leister get|2|energy. Er verweist dabei auf den demo­gra­fi­schen Wandel und die dort ausrei­chenden Flächen.

Tatsächlich finden sich viele der aktuellen Objekte im länd­lichen Raum, so etwa in Radolfzell. Dort planen die Stadt­werke für den Aufbau eines Nahwär­me­netzes in Ligge­ringen eine 6.000 m² große Solarthermieanlage. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Sonne, Wind & Wärme. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Print­aus­gabe 09/​2017 zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Mit den Zielen der Ener­gie­wende, zu deren Bau­stein im Keller ja die Wär­me­pumpe gehört, beschäf­tigt sich Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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