Andreas Mundt. Foto: Bundeskartellamt

Das System läuft“

von | 8. Januar 2018

Interview mit Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes

Brenn­stoff­spiegel: Wie hoch ist die Abdeckung der Melder am gesamten klas­si­schen Tankstellenbestand?

Mundt: Wir gehen davon aus, praktisch 100 Prozent der klas­si­schen Tank­stellen erfasst zu haben. Von den erfassten Tank­stellen sind etwa 95 Prozent auch verpflichtet, ihre Preise zu melden. Der Rest sind Befrei­ungs­fälle. Eine Befreiung kann z.B. beantragt werden, wenn die Absätze unter 750 m³ liegen.

Welches sind die atypi­schen Tankstellen?

Das sind etwa Tank­stellen bei Mine­ral­öl­händlern, Spedi­tionen, Auto­häusern, Werk­stätten, Baumärkten oder Agrar­händlern. Auch wenn diese häufig eher geringe Absätze haben, hängt eine Befreiung immer noch davon ab, ob überhaupt ein Befrei­ungs­antrag gestellt wird. Sie sind daher nicht deckungs­gleich mit den Befreiungsfällen.

Kennen Sie deren Moti­vation, weil diese ja preislich meist etwas teurer sind und von dem System MTS‑K ja eher nicht profi­tieren würden?

Darüber, warum die betref­fenden Unter­nehmen Kraft­stoffe überhaupt Dritten anbieten, kann ich nur speku­lieren. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Ihre Annahme, dass diese meist etwas teuer seien, überhaupt zutrifft. Häufig kommen in diesen Fällen ohnehin vorhandene Tank­an­lagen in Verbindung mit Tank­au­to­maten zum Einsatz. Jeden­falls erleichtert die MTS‑K die Auffind­barkeit erheblich. …

Was sind die inno­va­tiven Konzepte, denen Verbraucher-​Informationsdienste folgen?

Das sind teilweise noch Geschäfts­ge­heim­nisse. Wir kennen die Busi­ness­pläne der Anbieter und da sind inter­es­sante Ideen dabei. Die Infor­ma­ti­ons­dienste unter­scheiden sich ja schon heute; manche weisen über die einfache Abbildung des Preises hinaus z.B. Trends aus oder geben Tank­emp­feh­lungen. Inter­essant erscheinen mir auch Verknüp­fungen mit Navigationssystemen. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 12/​2017 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht 

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Synthe­ti­scher Kraft­stoff aus dem Offshore-Windpark

Synthe­ti­scher Kraft­stoff aus dem Offshore-Windpark

Eine erste schwimmende Produktionsplattform für Power-to-X-Kraftstoffe geht in den Probebetrieb. Forschende wollen so die Offshore-Herstellung von E-Fuels aus Wind, Wasser und Luft vor Helgoland testen. Netzunabhängig, modular und hochseetauglich – mit diesen...

Vom Facility Manager zum Building Perfor­mance Manager

Vom Facility Manager zum Building Perfor­mance Manager

Digitale Technologien wie BIM, KI und digitale Zwillinge verschieben den Fokus im Gebäudebetrieb hin zur messbaren Performance. Wie sich dadurch die Rolle von Facility Managern verändert, erklärt Walter von Koskull, Leiter Operational Systems bei Caverion Deutschland....

2026 wird Jahr mit vielen ener­gie­po­li­ti­schen Konflikten

2026 wird Jahr mit vielen ener­gie­po­li­ti­schen Konflikten

2026 wird keine neuen energiepolitischen Zielversprechen bringen, dafür jedoch eine spürbare Neujustierung der Instrumente. In nahezu allen zentralen Politikfeldern verschiebt sich der Fokus: weg von pauschalen Fördermechanismen und detailverliebter Regulierung, hin...

Mit Biochar CO2 in Beton binden

Mit Biochar CO2 in Beton binden

Neue Projekte aus Industrie- und Stadtbaukontext zeigen, wie CO2 mit Biochar-Zuschlägen dauerhaft in Beton gebunden werden kann. Zwei Beispiele markieren einen möglichen Entwicklungspfad, der technische, ökologische und normative Fragen neu ordnet. Die Bauindustrie...