Solarthermie, wie hier als Quelle für ein Wärmenetz, ist zumindest in dicht besiedelten Regionen für die Wärmewende eine Alternative zu Lösungen mit Überschussstrom. Foto: Urbansky

Ohne Ener­gie­ef­fi­zienz bleibt die Wärme­wende auf der Strecke

von | 4. Oktober 2018

Nur in Gebäuden mit geringem Ener­gie­ver­brauch können die mengen­mäßig begrenzt zur Verfügung stehenden strom­ba­sierten, grünen flüssigen oder gasför­migen Brenn­stoffe den Bedarf decken.

Soll der Gebäu­de­be­stand im Jahr 2050 nahezu klima­neutral beheizt werden, geht dies nicht ohne mehr Ener­gie­ef­fi­zienz. Doch diese ist schwer umzu­setzen und zu erreichen. „Entspre­chende Sanie­rungs­maß­nahmen wie Dämm­platten, Solar­thermie oder Wärme­pumpen versprechen Einspar­po­tenzial, erfordern aber oftmals erheb­liche Inves­ti­ti­ons­leis­tungen. Trotz der vorhan­denen tech­ni­schen Möglich­keiten zur Stei­gerung der Wärme­ef­fi­zienz ist unklar, wie ihre Umsetzung koor­di­niert und so ein größt­mög­licher bundes­weiter Einspar­effekt erzielt werden kann”, beschreibt dieses Dilemma Springer-​Autorin Ulrike Fettke auf Seite 85 ihres Buch­ka­pitels Gover­nance und Inno­va­ti­vität kommu­naler Wärmeliefer-​Contracting Projekte.

Um dieses Lang­fris­tziel zu erreichen, muss schon in den nächsten zwölf Jahren, also bis 2030, der Ener­gie­bedarf um 25 Prozent sinken, so die Wissen­schaftler des Think­tanks Agora Ener­gie­wende. Er wird dann zu 40 Prozent aus Gas, zu 25 Prozent durch Wärme­pumpen und zu 20 Prozent aus Wärme­netzen gedeckt – vor allem mittels Kraft-​Wärme-​Kopplung. Heizöl spielt hingegen keine Rolle mehr. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Sprin­ger Pro­fes­sio­nal. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Mit den Zielen der Ener­gie­wende beschäf­tigt sich Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Stromauskunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Poten­ziale von Smart Metern

Poten­ziale von Smart Metern

Der Smart-Meter-Roll-out rollt, wenn auch schleppend. Bei explodierenden Energiepreisen bietet er die Chance, nicht nur die Stromverbräuche effizient zu überwachen, sondern auch die Wärme. Das beweisen zahlreiche bereits realisierte Projekte. Nachdem der für 2017...

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Die Wärmepumpe wird die Heiztechnologie der Zukunft sein – auch in Gewerbeimmobilien. Der Wärmepumpengipfel Ende Juni, der von der Bundesregierung initiiert wurde, lässt daran kaum Zweifel aufkommen. Die Wärmepumpe an sich ist jedochnicht klimaneutral – der...

Heizöl, Diesel und LPG im Katastrophenschutz

Heizöl, Diesel und LPG im Katastrophenschutz

Dezentral anwendbare Energien helfen auch in Katastrophenfällen. Ein Brennstofftank und ein Aggregat sind schnell am Schadensort installiert und können Strom und Wärme liefern. Flüssige Brennstoffe sind dabei unentbehrlich – und werden das auch in Zukunft sein....

Wie ein moderner Brand­schutz funktioniert

Wie ein moderner Brand­schutz funktioniert

Rauchmelder sind in Wohngebäuden Pflicht. Idealerweise werden sie mit Sprinkleranlagen und Rauchabzugsanlagen automatisiert gekoppelt. Auch automatisierte Alarmauslösung und Fehlalarm-Check mittels Kameras könnten zum Standard gehören und Schäden am Bauwerk...