Kombination eines stromerzeugenden Pelletkessels mit einem E-Batteriespeicher. Foto: ÖkoFEN

Moderne Pellet­kessel: umwelt­freundlich und flexibel

von | 19. Dezember 2018

Die Zahl der Pelletkessel-​Installationen legte in den letzten Monaten gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 leicht zu. Die Förder­mög­lich­keiten sind üppig, die Technik wird immer zuver­läs­siger. Doch nicht nur das: Hoch­wertige Feue­rungen halten die Grenz­werte für sauberere Luft ein – bei Holz­feuerungen sonst keine Selbstverständlichkeit. 

Die Digi­ta­li­sierung macht auch vor den Pellets nicht halt. Und Öfen, die mehrere Arten von Holz­brenn­stoffen verfeuern können, erfreuen sich wach­sender Beliebtheit. …

Pellet­kessel haben eine sehr gute Stellung unter den Biomas­se­hei­zungen insgesamt. Das ergibt sich aus den Antrags­zahlen für über das Markt­an­reiz­pro­gramm für Erneu­erbare Energien (MAP) geför­derte Holzheizungen.

Dieser Vorteil gegenüber anderen Holz­kesseln ist sicher auf die ausge­reifte Technik zurück­zu­führen, mit inzwi­schen voll­au­to­ma­ti­sierten Vorgängen wie Beschi­ckung, Asche­austrag oder Wärme­tau­scher­rei­nigung. Zwar macht das eine regel­mäßige, am besten jährliche Wartung nicht über­flüssig. Aber auch diese wurde inzwi­schen analog zu anderen Heiz­sys­temen optimiert und stan­dar­di­siert. Bei einzelnen Geräten reicht sogar ein Wartungs­in­tervall von zwei Jahren.

Zudem ist der Brenn­stoff Pellets in einer zerti­fi­zierten Variante, die eine optimale Verbrennung gewähr­leisten soll, erhältlich. Dafür sorgt zum einen die inter­na­tionale Norm DIN EN ISO 172252, zum anderen das Zerti­fikat ENplus, das noch darüber hinausgeht und in Deutschland vom Deutschen Pelle­t­in­stitut (DEPI) initiiert und betreut wird. Das gibt es sonst nur – aber noch nicht so lange – bei Hack­schnitzeln und Holzbriketts.

Preis­vorteil wächst

Im Brenn­stoff, besser in dessen Preis, liegt auch der große Vorteil der Pellet­kessel. Denn der Preis­vorteil gegenüber Heizöl, dem Haupt­kon­kur­renten auf dem Wärme­markt, liegt im lang­jäh­rigen Durch­schnitt bei 30 Prozent. Steigen die Preise fürs Öl wie derzeit, wird der Preis­vorteil sogar noch deut­licher … Eine Amor­ti­sation der höheren Inves­ti­ti­ons­kosten im Vergleich zu einem neuen Öl- oder Gas-​Brennwertgerät erfolgt dann schneller.

Ein weiterer Vorteil sind die Filter, die in den Anlagen auf Wunsch erhältlich sind. Prin­zi­piell wären Pellet­kessel auch so in der Lage, die Anfor­de­rungen der Bundes-​Immissionsschutzverordnung (BlmSchV) mit maximal 0,02 Gramm Feinstaub und 0,4 Gramm CO je Kubik­meter zu erfüllen. Dennoch ist der Markt­erfolg der Pellet­kessel im Zuge der Wärme­wende keineswegs selbst­ver­ständlich. Die Technik wird ständig weiter­ent­wi­ckelt und hat wohl, im Gegensatz zu Gas- und Öl-​Brennwerttechnik, noch nicht ihren höchsten Reifegrad erreicht. …

Gekürzt. Geschrieben für SBZ. Erschienen in der Ausgabe 24/​2018. Der komplette Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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