Plus-Energie-Haus der Nassauischen Heimstätten, das mehr Energie produziert, als es verbraucht. Foto: Constantin Meyer

Frische Ideen für Strom und Wärme

von | 28. Oktober 2019

Sollen Immo­bilien mit Energie versorgt werden, stellen sich immer recht­liche, wirt­schaft­liche und damit letztlich poli­tische Fragen. Was ist gewollt? Was ist möglich? Was ist bezahlbar – auch für die Nutzer oder Mieter? Dabei kann es nie darum gehen, fossile gegen erneu­erbare Ener­gie­träger oder Tech­no­logien auszu­spielen. Für eine rechtlich einwand­freie, aber eben auch wirt­schaft­liche Lösung wird es noch für Jahre beider Ener­gie­quellen bedürfen.

Wer die Wahl hat, hat im vorlie­genden Falle nicht immer eine Qual. Denn wenn es um die Ener­gie­ver­sorgung geht, ist vieles bereits fest­gelegt. Zuerst zum Wärmemarkt.

Fossiles Erdgas und Fernwärme sind aus der Immo­bi­li­en­ver­sorgung auf lange Sicht nicht wegzudenken

Wer heut­zutage eine neue Immobilie baut, ist an die EnEV und das EEWärmeG gebunden. Oder in Bälde an das Gebäu­de­en­er­gie­gesetz, in dem beide aufgehen sollen. Vorge­schrieben sind maximale primäre Ener­gie­ver­bräuche, das Maximum des Trans­mis­si­ons­wär­me­ver­lusts und die Anteile erneu­er­barer Energien an der gesamten Versorgung. Mit den am Markt verfüg­baren Tech­no­logien sind alle Hürden zu nehmen. Letztlich ist es eine Frage des Preises.

Gerade in der Wohnungs­wirt­schaft gibt es voll­kommen unter­schied­liche Ansätze. So geht der Frank­furter Groß­ver­mieter ABG den Passiv­hausweg. Alle neuen Immo­bilien würden, so Frank Junker, Vorsitzender der Geschäfts­führung der ABG, in diesem Standard errichtet, um die späteren Neben­kosten für alle Betei­ligten so gering wie möglich zu halten. Bei einer solchen Lösung können auch Tech­no­logien wie Geothermie oder große solar­ther­mische Anlagen zur kompletten Versorgung genutzt werden, die bei herkömm­lichen Bauten kaum in Frage kommen. Oder, wie beim Frank­furter Aktiv-​Stadthaus der ABG, eine große Wärme­pumpe, die Abwärme aus einem Abwas­ser­kanal abgreift. In der Jahres­bilanz, so Junker, würden solche Objekte komplett mit rege­ne­ra­tiven Energien versorgt. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 10/​2019. Gratis testen unter https://​www​.haufe​-immo​bi​li​en​wirt​schaft​.de/

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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