Darstellung der getrennten Heizkreisläufe für Heizkörper und Fußbodenheizung. Grafik: Buderus

Modu­lierbare Ölhei­zungen passen zu Flächenheizungen

von | 16. März 2020

Flächen­hei­zungen erfreuen sich wach­sender Beliebtheit – auch bei ener­ge­ti­schen Sanie­rungen im Bestand. Speziell für Bestands­bauten gibt es sehr flache Systeme, die sich auf Fußböden aufbringen lassen und kaum die Raumhöhe verändern. Das macht eine Entscheidung zugunsten einer Fußbo­den­heizung leicht. Doch wie passt eine Ölheizung mit ihren hohen Vorlauf­tem­pe­ra­turen dazu? Sehr gut, denn modu­lierbare Brenn­wert­technik kann die für Flächen­hei­zungen nied­ri­geren Tempe­ra­turen effizient abdecken.

Fußbo­den­hei­zungen arbeiten in der Regel mit niedrigen System­tem­pe­ra­turen. Besonders bei modernen, gut gedämmten Gebäuden (wie das die Ener­gie­eispar­ver­ordnung für Neubauten fordert) ist der Heiz­wär­me­bedarf in der Regel so gering, dass mit sehr niedrigen Vorlauf­tem­pe­ra­turen gefahren werden kann. Im Jahres­mittel liegen bei vielen modernen Gebäuden (oder gut gedämmten Altbauten) die Vorlauf­tem­pe­ra­turen bei unter 30 °C. Im Gebäu­de­be­stand wird ein solches Tempe­ra­tur­niveau nicht ausreichen. Ande­rer­seits ist die Vorlauf­tem­pe­ratur einer Fußbo­den­heizung aus leicht nach­voll­zieh­baren Gründen nach oben hin begrenzt. Sie sollte nicht über 55 Grad Celsius liegen (siehe auch Berechnung der Vorlauf­tem­pe­ratur bei Fußbo­den­hei­zungen). Denn das kann sich negativ auf die verwen­deten Baustoffe und die Behag­lichkeit im Raum auswirken. Ohne Dämmung geht es also nicht.

Empfeh­lenswert für ein Flächen­system ist ein Hybrid­system, beispiels­weise die Kombi­nation der Öl-​Brennwertheizung mit einer Solar­ther­mie­anlage zur Heizungs­un­ter­stützung. In Gebäuden mit niedrigem Wärme­bedarf und Flächen­heizung, etwa einer Fußbo­den­heizung, kann die Sonne zusätzlich die Heizung unter­stützen. Voraus­setzung ist aber eine auf die Flächen­heizung ausge­legte Vorlauftemperatur. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 03/​2020 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Mit Contrac­ting­mo­dellen zu mehr Abwärmenutzung

Mit Contrac­ting­mo­dellen zu mehr Abwärmenutzung

Die nutzbaren Potenziale von Abwärme in Deutschland sind groß – aus Industrie, Abwasserkanälen oder anderen Quellen. Die neue Bundesregierung hat jedoch nur explizit Abwärme aus Rechenzentren in ihrem Koalitionsvertrag bedacht. Es braucht also eines wirtschaftlichen...

Die neue Heiz­technik ist eine Wette auf die Zukunft

Die neue Heiz­technik ist eine Wette auf die Zukunft

Wärmewende, CO2-Preise, Ukraine-Krieg – all das macht Energie teuer. Und Wärmeenergie umso mehr. Der Immobiliensektor ist hier besonders betroffen: 50 % der Wärme werden aus Erdgas bereitgestellt, gut 15 % sind Fernwärme, die ebenfalls aus Gas oder Kohle kommt. Doch...

Die neue Heiz­technik ist eine Wette auf die Zukunft

Die neue Heiz­technik ist eine Wette auf die Zukunft

Wärmewende, CO2-Preise, Ukraine-Krieg – all das macht Energie teuer. Und Wärmeenergie umso mehr. Der Immobiliensektor ist hier besonders betroffen: 50 % der Wärme werden aus Erdgas bereitgestellt, gut 15 % sind Fernwärme, die ebenfalls aus Gas oder Kohle kommt. Doch...