Woh­nungs­wirt­schaft muss nun auf E‑Mobilität setzen

Ladestationen an Laternen einzurichten ist auch eine Möglichkeit für Wohnungsunternehmen. Technisch ist es bereits möglich. Foto: Frank Urbansky

Was bisher frei­wil­lig war und Pio­niere der Branche aus­zeich­nete, wird nun zur Pflicht: Das neue Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) legt für die Woh­nungs­bran­che fest, wann und wie Lade­säu­len vor­zu­hal­ten sind. Dabei lauern einige Fall­stri­cke.

Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) wurde Anfang März 2020 von der Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen. Eine Bera­tung durch den Bun­des­rat steht noch aus. Er dürfte aber nach aktu­el­ler Akten­lage keine Ein­wen­dun­gen haben. Mit dem GEIG wird die EU-Gebäude-Richtlinie 2018/844 in natio­na­les Recht gegos­sen.

Auf die Woh­nungs­wirt­schaft wirkt das Gesetz direkt. Die wich­tigste Neue­rung: Bei einem Neubau oder einer umfas­sen­den Sanie­rung von Wohn­ge­bäu­den mit mehr als zehn Stell­plät­zen muss jeder Stell­platz mit einem Leer­rohr für die Anbin­dung an eine Lade­säule aus­ge­stat­tet werden.

Für Nicht­wohn­ge­bäude gelten andere Regeln. Hier muss jeder fünfte Stell­platz mit ent­spre­chend geschütz­ten Leer­roh­ren aus­ge­stat­tet sein. Zudem ist min­des­tens ein Lade­punkt zu errich­ten. Bis zum Beginn des Jahres 2025 müssen zudem alle Nicht­wohn­ge­bäude mit mehr als 20 Stell­plät­zen mit einem oder meh­re­ren Lade­punk­ten ver­se­hen werden. Aus­nah­men gelten ledig­lich für Gebäude, die kleinen oder mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men gehören und von ihnen selbst genutzt werden, und wenn der Anteil für die Ladein­fra­struk­tur bei Sanie­run­gen mehr als sieben Prozent der gesam­ten Kosten beträgt. …


Gekürzt. Geschrie­ben für DW Die Woh­nungs­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 06/2020.  Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Die Woh­nungs­wirt­schaft geht es hier.

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