Erd­gas­preise: Tendenz nicht ein­deu­tig

Immer mehr LNG drückt auf den europäischen Markt und wirkt auf das Preisgefüge. Foto: Pline / Wikimedia / Lizenz unter CC BY-SA 3.0

Der wich­tigste Ener­gie­trä­ger im Wär­me­markt, Erdgas, hat tur­bu­lente Zeiten hinter sich – nicht nur preis­lich. Derzeit deuten viele Zeichen auf fal­lende Preise hin. Eine nach­las­sende Kon­junk­tur in China, befeu­ert noch durch den Corona-Virus, macht große Mengen Erdgas für den Markt frei, die nun in Europa landen und hier auf ver­flüs­sig­tes US-Fracking-Gas treffen.

Doch die Ver­brau­cher werden nicht viel von dem zu erwar­ten­den Import-Preisverfall haben. Hier­zu­lande sorgen hohe Grund­preise und Netz­ge­büh­ren, die sich in den Arbeits­prei­sen nie­der­schla­gen, für ein hohes Preis­ni­veau. Und 2021 kommt noch die CO2-Bepreisung hinzu.

Geo­stra­te­gi­sche Lage

Die USA wollen mit aller Kraft ihr Fracking-Gas in den euro­päi­schen Markt drücken. Aus diesem Grund drohten sie einem Schwei­zer Unter­neh­men, das mit einem Spe­zi­al­schiff für die Ver­le­ge­ar­bei­ten von Nord Stream II zustän­dig war, mit Sank­tio­nen. Mit dem gewünsch­ten Effekt: Die Schwei­zer zogen ihr Schiff ab. Nord Stream II wird wohl erst gut ein Jahr später, also Ende 2020 oder Anfang 2021, fertig.

Gleich­zei­tig drängt mehr ver­flüs­sig­tes Erdgas auch aus Qatar auf den euro­päi­schen Markt. Der Grund liegt in der schwä­cheln­den chi­ne­si­schen Kon­junk­tur, die vom Corona-Virus zusätz­lich weiter gedämpft wird. In China wurden zudem auf­grund der feh­len­den Alter­na­tive von güns­ti­ge­rem rus­si­schem Pipe­line­gas teils deut­lich höhere Preise gezahlt als in Europa. Das ist jedoch durch das Über­an­ge­bot von rus­si­schem und nor­we­gi­schem Pipe­line­gas sowie US-Frackinggas nicht möglich ..


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 08/2020 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

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