Kom­pli­zier­tes LNG

LNG wird nach Europa mittels Spezialtankschiffen transportiert und an derzeit 36 Terminals angelandet. Foto: Frank Urbansky

Nach Angaben des Bran­chen­ver­ban­des BDEW exis­tie­ren derzeit euro­pa­weit 36 LNG-Terminals, in denen das ver­flüs­sigte Erdgas per Schiff an Land kommt, dort ent­we­der ent­spannt und ins Erd­gas­netz gelei­tet wird oder direkt als Kraft­stoff genutzt wird. Letz­te­res gilt vor allem für die schwere Logis­tik und den Schiffsverkehr.

Die Anlandungs-Kapazitäten in Europa belau­fen sich auf 241 Mil­li­ar­den Kubik­me­ter pro Jahr. Damit ließe sich gut die Hälfte des jähr­li­chen Erd­gas­be­darfs der EU decken. Die Aus­las­tung beträgt derzeit aber ledig­lich 40 Prozent. Davor waren es zwi­schen 2012 und 2019 nach Angaben des DIW nur 25 Prozent.

In Deutsch­land gibt es zwar seit den 80er Jahren Pläne, in Wil­helms­ha­ven ein LNG-Terminal auf­zu­bauen. Doch damit wurde es bisher nichts – trotz Ver­ein­ba­rung im Koali­ti­ons­ver­trag, Deutsch­land zum LNG-Standort zu machen. Es gibt jedoch wei­ter­hin Pläne pri­va­ter Inves­to­ren, eben dort sowie in Bruns­büt­tel, Rostock oder Stade LNG-Anlandungsmöglichkeiten zu errich­ten. Keines dieser Pro­jekte ist aber vor 2023 rea­lis­tisch. Hin­ge­gen sind die Kapa­zi­tä­ten in den Nach­bar­län­dern, ins­be­son­dere im ARA-Raum sowie in Dun­ker­que, Gate und Zeebrugge, groß. Auch Polen hat inzwi­schen ein eigenes Ter­mi­nal errichtet. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Erschie­nen in der Ausgabe 22/2020. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement‐Paketen geht es hier.