Lithium als Rohstoff für die Batterieproduktion wird, wie hier in der Atacama-Wüste, meist aus Salzseen gewonnen. Foto: SQM

Ober­rhein­graben mögliche Quelle für heimi­sches Lithium

von | 30. November 2020

Lithium wird in einem komplexen und risi­ko­be­haf­teten berg­män­ni­schen Verfahren nur an wenigen Stand­orten weltweit gewonnen. Ein neues Verfahren könnte es aus dem Ober­rhein­graben fördern.

Die Lithi­um­ge­winnung ist aufgrund der erhöhten Nachfrage des Materials für die Batte­rie­pro­duktion in den letzten Jahren deutlich gestiegen und wurde immer weiter perfek­tio­niert. „Um Lithium abzubauen, gibt es aufgrund der geolo­gi­schen Verteilung zwei Methoden: In China und Australien wird Lithium aus mine­ra­li­schem Gestein gelöst, während es in Argen­tinien und Chile aus Salzseen gewonnen wird”, beschreiben die Springer-​Gabler-​Autoren Sören Ahlfs, Alexander Goudz und Martin Streichfuss im Buch­ka­pitel Analyse der Wert­schöp­fungs­ketten auf Seite 13 die gängigen Gewinnungsverfahren.

Haupt­abbau­ge­biete sind Südamerika, Australien und China. Chile, Argen­tinien und Australien machen 80 Prozent der welt­weiten Lithi­um­pro­duktion unter sich aus. Hier wird das Salz unter hohen Verduns­tungs­ver­lusten etwa an Salzseen, an die Ober­fläche gepumpt und konzen­triert. Solche Bohr­spül­werke gibt es auch in Deutschland, so wird in Berch­tes­gaden auf diese Weise Salz gewonnen. In Nord­deutschland ist dies ebenfalls ein probates Mittel, um Salze zu gewinnen. Hier handelt es sich jedoch nicht um flache Salzseen mit einem – rein berg­män­nisch gesehen – gerin­gerem Risiko, sondern um tiefe Bergwerke. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Sprin­ger Pro­fes­sio­nal. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Neue Textil-​Membranen sollen Biogas-​Verluste minimieren

Neue Textil-​Membranen sollen Biogas-​Verluste minimieren

Viele Biogas-Anlagen sind veraltet. Veraltete textilen Membranhüllen verursachen große Verluste. Forscher des KIT tüfteln an einer verbesserten Variante. Biogas ist neben der Wasserkraft die einzig grundlastfähige erneuerbare Energie und sollte deswegen für die...

Repowering könnte Wind­kraft­delle ausbessern

Repowering könnte Wind­kraft­delle ausbessern

Der Windkraft droht ab diesem Jahr ein drastischer und kontinuierlicher Einbruch, weil viele Anlagen aus der EEG-Förderung fallen. Repowering könnte dem entgegenwirken. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht eine Regelförderung für Stromerzeugungsanlagen von 20...

VNG-​Konzern macht 46 Millionen Euro Gewinn

VNG-​Konzern macht 46 Millionen Euro Gewinn

Der Leipziger Erdgasdienstleister VNG macht 2020 einen Gewinn von 46 Millionen Euro in der gesamten Konzerngruppe. Im Vorjahr waren es noch 117 Millionen Euro. Der Konzern sieht als Grund für den Rückgang einmalige Negativeffekte. Das bereinigte EBIT betrug 179...

Smart spart

Smart spart

Gebäude kann man mit smarten Technologien nicht nur intelligent steuern, sondern auch den Energieverbrauch deutlich drosseln. Das macht sie nachhaltiger. Die größten Einsparpotenziale bieten Heizung und Trinkwarmwasser. Erste Anwendungen zeigen, wie man ganze...