Der Holzbau boomt – aus gutem Grund: Holz bindet Kohlenstoff, wächst nach und ermöglicht schnelle, modulare Bauweisen. Gleichzeitig verändern sich die Wälder in Europa rasant. Infolge von Hitzesommern, Trockenstress und Schädlingsbefall – allen voran der Borkenkäfer – sind große Flächen mit Nadelholz (insbesondere Fichte) in Bedrängnis geraten. Das wirkt sich auch auf den Umgang mit Bauholz aus.
Eine Folge des Klimawandels wirkt sich ganz konkret auf das Bauholz aus. Der Anteil an Laubholz steigt hierzulande (und damit die eher ursprünglichen Baumarten). Dieses wird bisher meist energetisch verwertet. Bauholz ist in Deutschland in erster Linie Fichtenholz. Doch das wird Schätzungen nach in Zukunft immer weniger aus heimischen Beständen nutzbar sein.
Denn wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Fichte als „Brotbaum“ des Bauwesens klimatisch unter Druck steht. Laubbäume – resistenter gegenüber Trockenstress – nehmen in der Forstwirtschaft zu. Da der Anteil an Stammholz, das etwa für Tragkonstruktionen genutzt wird, bei Laubbäumen geringer ausfällt, werden diese oft verbrannt. Dabei ist ihr stoffliches Potenzial hoch – die Wiederverwendung von Laubholz durch clevere Materialaufbereitung und Verbindungstechniken wird damit zur ökologischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit. …



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