Ausbau der Erneu­er­ba­ren ab 2017 nur noch per Auktion

Die ersten 39 Mühlen sind fertig. Weitere 41 folgen. Die Fundamente sind bereits in den Sand gerammt. Foto: Urbansky
Die ersten 39 Mühlen sind fertig. Weitere 41 folgen. Die Fundamente sind bereits in den Sand gerammt. Foto: Urbansky

Nach einem Spiegel online vor­lie­gen­den Eck­punkt­pa­pier des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums soll es ab über­nächs­tem Jahr keine festen För­der­sätze für Erneu­er­bare mehr geben. Der Zubau soll dann nur noch über Auk­tio­nen erfol­gen – zumin­dest für Wind und Solar. Die Bio­gas­bran­che, die sich eben­falls eine Teil­nahme am Aus­schrei­bungs­mo­dell wünscht, bleibt wei­ter­hin außen vor. In den Auk­tio­nen würden dann 80 % der neu aus­zu­schrei­ben­den Strom­pro­duk­tion bei den Erneu­er­ba­ren ver­ge­ben.

Dem Bericht nach beträgt das Aus­schrei­bungs­vo­lu­men für Wind­rä­der an Land 2,9 Giga­watt pro Jahr, was in etwa der Leis­tung von knapp drei mitt­le­ren Atom­kraft­wer­ken ent­sprä­che. Das Volumen für Offshore‐Wind, also auf See, ist bisher nicht klar defi­niert. Bis 2020 soll jedoch Platz für 6,5 GW und bis 2030 für 15 GW sein. Für 2025 gibt es ein Zwi­schen­ziel, das maximal 11 GW vorgibt. Für Solar­an­la­gen läge die Aus­schrei­bungs­menge bei 500 Mega­watt.

Das Auk­ti­ons­mo­dell ist bisher umstrit­ten, weil es kei­nes­wegs garan­tiert, dass die Bieter, die den Zuschlag erhal­ten, die Anlagen auch tat­säch­lich errich­ten. Zudem leidet die Akteurs­viel­falt. Gerade Ener­gie­ge­nos­sen­schaf­ten, Träger der dezen­tra­len Ener­gie­wende in Bür­ger­hand, sind mit dem kom­pli­zier­ten Pro­ze­dere der Aus­schrei­bung meist über­for­dert. Eine erste Analyse bestä­tigt dies auch.

Vor­schau­bild: Zubau­menge noch unklar: Offshore‐Wind. Foto: Urban­sky