Anlandestation von Nord Stream I in der Lubminer Heide. Foto: Nord Stream

Nord Stream 2 und US-​Importe drücken Gaspreise

von | 9. Februar 2016

Dass die Gaspreise trotz deutlich güns­ti­gerer Exporte hier­zu­lande für die Endver­braucher nicht sinken, wurde an dieser Stelle schon öfter berichtet. Dabei werden sich auch die Produktions- und Trans­port­preise für Erdgas weiter nach unten entwi­ckeln. Zum einen liegt dies an weiteren Mitbe­werbern, zum anderen an der neuen Gaspipeline Nord Stream 2.

Zwar beschwört in einem aktuellen Bericht der russi­schen Nach­rich­ten­agentur Sputnik der Vize-​Chef des größten Gas-​Importeurs nach Deutschland, Gazprom, Alexander Medwedew, dass er keinen Preis­krieg mit den USA wolle. Dieser könnte durch zuneh­mende Exporte von verflüs­sigtem Erdgas nach Europa entstehen. Dennoch muss er einge­stehen, dass bei sinkenden Preisen Gazprom seine Reserven einsetzen und die Kosten mini­mieren müsse.

Wenn auch nicht ausschließlich dafür gebaut passt Nord-​Stream 2, also die dritte und vierte Erdgas-​Pipeline durch die Nordsee nach Deutschland, genau in diese Strategie. Die sorgt zwar nach einem Bericht der Wochen­zeit­schrift Die Zeit für Unmut in Polen, das dadurch von den Tran­sit­pau­schalen nicht profi­tieren kann. Die Pipeline wird aber ohne Zweifel die so genannten Grenz­über­gangs­kosten weiter senken.

Bisher stecken sich die Gasver­sorger die aus den weiter fallenden Import­preisen resul­tie­renden Gewinne weiter in die eigene Tasche, so ein Bericht des Fach­ma­gazins Brenn­stoff­spiegel, der auszugs­weise hier zu lesen ist.

Geschrieben für den Bund der Ener­gie­ver­braucher. Der voll­ständige Origi­nal­be­richt ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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